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Carola Rudnik (56) tritt am AGB in Löhne die Nachfolge von Frank Schnelle an

Eine „Macherin“ leitet das Berufskolleg

Löhne

Das August-Griese-Berufskolleg (AGB) in Löhne hat eine neue Leiterin gefunden: Carola Rudnik tritt bei der Schule des Kreises Herford die Nachfolge von Frank Schnelle an, der in den Ruhestand gegangen ist. Die 56-Jährige ist seit dem 1. Februar in ihrem Amt tätig.

Carola Rudnik (Mitte) ist seit dem 1. Februar neue Leiterin des August-Griese-Berufskollegs (AGB) in Löhne. Nicole Ortmann-Hutchinson, Berufswahl- und Studienkoordinatorin am AGB, und der stellvertretende Schulleiter Henning Tausch heißen die Nachfolgerin von Frank Schnelle, der in den Ruhestand gegangen ist, willkommen. Foto: Kreis Herford

„Ich freue mich sehr darauf, das AGB in eine spannende Zukunft zu führen. Ich bin hier auf ein unglaublich aufgeschlossenes und motiviertes Kollegium getroffen, das großes Interesse daran zeigt, diese Schule gemeinsam mit mir weiterzuentwickeln“, sagt Carola Rudnik beim offiziellen Vorstellungstermin.

Die gebürtige Bremerin kann auf eine vielseitige Laufbahn zurückblicken: So war die gelernte Kraftfahrzeugschlosserin als Kundendienstleiterin bei Mercedes-Benz in Bielefeld tätig.

Ihr Lehramtsstudium für berufliche Schulen in Maschinenbautechnik und Germanistik in Hamburg ermöglichte ihr später den Einstieg als Berufsschullehrerin am CarlSevering-Berufskolleg für Metall- und Elektrotechnik der Stadt Bielefeld. Hier war sie 20 Jahre als Lehrerin tätig, davon die vergangenen zehn Jahre in der Funktion der Bereichsleiterin für Verkehrstechnik.

„Kompetent und verlässlich“

Aus verschiedenen Projekten dieser Zeit kennt sie auch den stellvertretenden Schulleiter des Löhner August-Griese-Berufskollegs, Henning Tausch. Der sagt: „Ich habe Carola Rudnik seit jeher als äußerst kompetent und verlässlich wahrgenommen. Wir hatten schon immer eine gute Vertrauensbasis, und ich freue mich, dass wir mit ihr eine echte ,Macherin‘ für unser Berufskolleg gewinnen konnten.“

Auch der Landrat des Kreises Herford, Jürgen Müller, freut sich über die neue Leiterin des AGB: „Carola Rudnik kann auf eine sehr spannende und beachtliche bisherige Laufbahn zurückblicken. Sie ist überaus qualifiziert für die Leitung des August-Griese-Berufskollegs. Für mich ist aber der persönliche Eindruck immer ganz wichtig. Und in den persönlichen Gesprächen schaffte sie es ganz besonders, uns als Schulträger von ihren Ideen, ihrer Kompetenz und ihrem Tatendrang zu überzeugen.“

Dank an den Vorgänger

Sie bringe ein Gesamtpaket mit, das ihm die Gewissheit gebe, dass sie das AGB optimal weiterentwickeln könne, meint der Landrat und ergänzt: „An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Frank Schnelle bedanken, der seinen Ruhestand zuletzt etwas nach hinten verschoben hat, um einen bestmöglichen Übergang zu gewährleisten.“

Carola Rudnik hat schon sehr konkrete Vorstellungen für ihre neue Aufgaben: „Ich war selbst Berufsschülerin und möchte, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, dass meine Tür immer offen steht.“

Weiterhin hat sie die Zielsetzung, dass Schule am August-Griese-Berufskolleg neu gedacht wird: „Wir möchten das selbstorganisierte Lernen fördern, die Schule zu einem attraktiven Lebens- und Lernraum für Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler machen. Dabei schauen wir nach neuen Strukturen – bewegte Schule ist das Stichwort. Weg von dem klassischen ,Klassenraum-Gedanken‘, hin zu innovativen Lernarrangements.“

Digitalisierung schreitet voran

Ganz wichtig sei auch die Weiterentwicklung der bestehenden Digitalisierung, die bei der geplanten Sanierung beziehungsweise dem geplanten Neubau des AGB eine wichtige Rolle spielen wird.

„Wir werden, über den bereits bestehenden Standard hinaus, Räume mit einer guten Medienausstattung bieten, die variabel nutzbar sein werden. Digitales Lernen ist ebenso ein wichtiges Thema wie emphatische, entwicklungsfördernde und multimedial versierte Lehrerinnen und Lehrer“, sagt Carola Rudnik.

Austausch ist wichtig

Für die neue Schulleiterin sowie das gesamte Kollegium sei der stetige Austausch mit den Kooperationspartnern von zentraler Bedeutung: „Dazu zählen wir die Schülerinnen und Schüler selbst, die Eltern und natürlich die vielen Ausbildungsbetriebe sowie die regionalen Wirtschafts- und Hochschulvertreterinnen und -vertreter.“

Eine Sache sei aber die Grundvoraussetzung für alles andere: „Für manche ist es schwer zu glauben, aber: Lernen kann Spaß machen. Alles hängt davon ab, wie man es angeht. Und wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler mit Ehrgeiz, aber auch mit Spaß an ihren Zielen arbeiten“, sagt die neue Schulleiterin.

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