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An der Brinkstraße in Löhne soll möglichst bald ein neues Wohngebiet entstehen

Elf Bauplätze für junge Familien

Löhne-Mennighüffe...

An der Brinkstraße in Halstern sollen elf junge Familien mit Kindern demnächst bauen dürfen. Das sehen Pläne der Stadt Löhne vor. An diesem Donnerstag beschäftigt sich der Planungs- und Umweltausschuss um 18.30 Uhr im Rathaus mit dem Vorhaben.

Dominik Rose

Damit junge Familien mit Kindern möglichst bald auf ihren Traum vom Eigenheim anstoßen können, muss zunächst die Politik den Bebauungsplan für die Brinkstraße in Halstern auf den Weg bringen. Es soll elf Bauplätze geben. Auch ein Spielplatz ist auf dem Areal vorgesehen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Damit der Traum vom Eigenheim möglichst rasch wahr wird, muss die Politik zunächst einen Bebauungsplan für das Wohngebiet Brinkstraße aufstellen. Denn auch hier gilt natürlich: ohne Plan kein Kran. Derzeit wird die Fläche zwischen Leipziger Straße und Brinkstraße landwirtschaftlich genutzt. Allerdings hat sich der Eigentümer der Fläche nach Angaben der Verwaltung bereit erklärt, das Gelände an die Stadt Löhne zu verkaufen.

Der Rat hat in seiner Sitzung am 16. Dezember 2020 dem Abschluss eines Erbbaurechts- und Kaufvertrages zugestimmt. Der Beurkundungstermin war Anfang Januar. „Somit ergibt sich (...) die Möglichkeit, von städtischer Seite bauträgerfreie Grundstücke anbieten zu können“, teilt die Verwaltung in der Vorlage für die Sitzung mit.

Eigentümer will Fläche verkaufen

Und warum sollen in diesem Gebiet unbedingt junge Familien mit Kindern eine neue Heimat finden? Eine Wohnungsmarktanalyse der Empirica AG von 2018 hat ergeben, dass in Löhne vor allem junge Eltern fehlen, um der Überalterung der Gesellschaft entgegenzuwirken.

Deshalb kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass speziell diese Zielgruppe die Möglichkeit erhalten soll, an der Brinkstraße Grundstücke zu erwerben und Wohnhäuser bauen zu können: „Durch die Entwicklung dieser landwirtschaftlichen Nutz- zu Wohnbaufläche wird der Empfehlung des Gutachtens nachgekommen.“

Anbindung an den ÖPNV

Das Areal liegt im Geltungsbereich der seit dem 28. Oktober 1982 rechtskräftigen Innenbereichssatzung „Löhne-Halstern“. Es handelt sich um eine der letzten größeren Freiflächen zur Wohnbebauung im Kerngebiet des Ortsteils. Von Vorteil ist aus Sicht der Stadt auch, dass bereits vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann. So sei der Bereich über die Buslinien 431 und 615 an den ÖPNV angeschlossen.

Nach einem Vorentwurf der möglichen Erschließung könnten eigentlich sogar 12 Grundstücke bereitgestellt werden, in einer Größe von circa 500 bis 700 Quadratmetern, was aus Sicht der Verwaltung „eine gängige und gut vermarktbare Grundstücksgröße“ darstellt. Da die Stadt jedoch auch einen etwa 500 Qua­dratmeter großen Spielplatz auf dem Gelände bauen möchte, bleibt letztlich Raum für elf Grundstücke. Die Bebauung ist mit Ein- und Zweifamilienhäusern vorgesehen. Die Art der Bauten soll sich an den bestehenden Gebäuden in der Umgebung orientieren.

Zwei Varianten der Zufahrt

Für die Zufahrt zum Wohngebiet gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder soll der Verkehr zu den Häusern nur von der Brinkstraße aus erfolgen (Variante 1), oder aber es gibt zusätzlich auch eine Anbindung an die Leipziger Straße (Variante 2), was laut Verwaltung dann Erschließungsbeiträge der Anwohner nach sich ziehen würde. Allerdings seien in der zweiten Variante „harmonischere Grundstücksgrößen“ möglich.

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