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Es gibt in Löhne auch im kommenden Kindergartenjahr nicht genügend Betreuungsplätze

Erste Lösungen sind in Sicht

Löhne

Der Bedarf an Kinderbetreuung steigt, gutes Personal ist weiter rar. Aber Lösungen sind in Sicht: Der Neubau an der Hochstraße in Gohfeld, eine vierte Gruppe bei den „Himmelsstürmern“ in Obernbeck und bedarfsweise Überbelegungen steuern der wachsenden Nachfrage entgegen.

Gabriela Peschke

Bis zur Fertigstellung des Kita-Neubaus auf dem Bolzplatzgelände an der Hochstraße soll es eine provisorische Gruppe im Simeon-Gemeindehaus geben. Foto: Dominik Rose

In seiner jüngsten Sitzung hat sich der neue Jugendhilfeausschuss ausführlich mit den aktuellen Planzahlen befasst. Vor einer finalen Abstimmung werden diese mit den Trägern und dem Jugendamtselternbeirat beraten.

Eigentlich nichts Neues: Es zeichne sich ab, dass die Stadt Löhne auch im nächsten Kindergartenjahr nicht alle Bedarfsanmeldungen für den Kita-Bereich erfüllen könne, hieß es in den Unterlagen der Verwaltung. Als Gründe werden unter anderem der zunehmende berufsbedingte Betreuungsbedarf, Zuwanderung, die Einführung des zweiten beitragsfreien Kindergartenjahres sowie die Schaffung von Inklusionsplätzen genannt. Auch die Zunahme von Schulrückstellungen wird verantwortlich gemacht für einen erhöhten Bedarf, da hierdurch vorhandene Plätze länger als geplant belegt werden.

Bei den über dreijährigen Kindern (Ü3) zeigt sich für das kommende Jahr eine nahezu konstante Kinderzahl (1140 in 2020/2021, 1134 für 2021/2022). Für die nächsten drei Rechenperioden weist die Prognose der Verwaltung formal aufgrund des Einwohnerstands rückläufige Kinderzahlen aus. Familienzuzüge oder die Erschließung neuer Wohngebiete könnten diese Situation jedoch noch verschieben, legt die Übersicht nahe.

Der Bedarf an Betreuung für Kinder unter drei Jahren (U3) wird aufgrund der Kinderzahlen voraussichtlich steigen. Schwerpunkte bilden dabei die Grundschulbezirke Melbergen/Wittel/Gohfeld, Mennighüffen-West und Löhne-Bahnhof.

Für 2021/2022 zeigt die Übersicht der Verwaltung insgesamt 1349 Regelplätze, davon 1088 für Kinder über und 261 für Kinder unter drei Jahren. Insgesamt fehlen aber in allen Planungsbezirken Plätze, außer in Obernbeck.

Gohfeld

In Gohfeld rechnet die Stadt mit einer Unterdeckung von 44 Möglichkeiten zur Betreuung älterer und 36 Möglichkeiten zur Betreuung jüngerer Kinder. Vor Ort wird mit einem Anbau der AWO-Kita (20 neue Plätze) gegengesteuert. Hinzu kommt der Neubau der Kirchengemeinde an der Hochstraße, der 50 neue und die Übernahme von 20 Bestandsplätzen gewährleisten wird. Bis zur Fertigstellung soll es eine provisorische Gruppe im Simeon-Gemeindehaus geben (25 Plätze).

Mennighüffen

Für Mennighüffen-West zeichnet sich eine Unterdeckung von 33 Plätzen für ältere und 15 Plätzen für jüngere Kinder ab. Eine Verschärfung des Trends durch die Erschließung von Neubaugebieten stehe zu erwarten, wie die Unterlagen der Verwaltung nahelegen. Gleichwohl sind in Halstern bereits 20 neue Plätze im Vorjahr entstanden (Anbau Evangelische Kita).

Löhne-Bahnhof

In Löhne-Bahnhof fehlen rechnerisch 26 Plätze im U3-Bereich und 17 Plätze für Kinder über drei Jahren. Zwei Plätze können durch die Einrichtung „Tigerente“ aufgefangen werden.

Obernbeck

In Obernbeck hingegen gibt es zusätzliche Plätze im Bereich Ü3 (54) sowie auch für Kinder unter drei Jahren (6). Dies liegt zum Teil an der Erweiterung der „Himmelsstürmer“ (vierte Gruppe); 73 Kinder können insgesamt in der ehemaligen Werretalschule aufgenommen werden. Das gute Angebot in Obernbeck könne zum Teil auch von umliegenden Ortsteilen genutzt werden, hieß es in den Unterlagen der Verwaltung.

Formal ergibt sich für das ganze Stadtgebiet eine Unterdeckung von insgesamt 160 Plätzen in beiden Altersgruppen zusammen. Auch der Mangel an qualifiziertem Personal wurde in den Verwaltungsunterlagen thematisiert.

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