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Rocken trotz Corona: Kinderband „Krawallo“ gibt Konzert in Obernbeck

Finale in Wannewupp

Löhne-Obernbeck (WB/lem). Die Corona-Pandemie trifft vor allem Kinder. Das Singen und die Bewegung sind eingeschränkt. Der Alltag ist anders als normal. Die Freude ist deswegen doppelt so groß, wenn „Krawallo“ kommt.

Die Kinder in Obernbeck feiern unter Pavillons. Draußen und mit Abstand konnten sie singen und richtig mitgehen. Foto: Frank Dominik Lemke

Die Kinderband vom Förderverein Wittekinds Kultur ist seit Pfingsten mehr als 50 Mal in der Region, von Rödinghausen bis Paderborn, aufgetreten. Das Finale war in der Kita Villa Wannewupp der Arbeiterwohlfahrt in Obernbeck. Kurz vorher haben Gitarrist Sebastian Dold und Keyboarder Sven Kreinberg in der Kita Frühlingsweg in Bünde gespielt.

„Ist Corona jetzt vorbei?“

„Ist Corona jetzt vorbei?“, fragte ein kleiner Junge, der zur Musik von „Krawallo“ so richtig getanzt hatte. Ob Tanzen gegen Corona hilft? „Auf jeden Fall haben die Kinder einfach mal wieder gefeiert, frei und unbeschwert. Das ist genau das, was wir erreichen wollen“, sagte Sebastian Dold.

Die Leitung der Kita Villa Wannewupp hatte für den Auftritt des Duos alles vorbereitet: zum Beispiel Absperrbänder und Pavillons für die Kinder, unter denen sie sich vor dem Regen schützten. „Wir haben uns so gefreut, als der Förderverein unsere Bewerbung für dieses Konzert angenommen hat“, sagte die Leiterin der Kita, Doris Budde.

Wittekinds Kultur aus Hiddenhausen betreibt Jugendhilfe seit 2011, mit Unterstützung der Sparkasse. Das ermöglicht einen lediglich kleinen Eigenanteil von 100 Euro für die Kindertagesstätten.

„Ursprünglich wollten wir ein richtig großes Herbstfest daraus machen“, sagte Doris Budde. Doch gerade jetzt, während Corona, sei die Musik für Kinder besonders wertvoll. Aus dem großen Herbstfest ist ein kleines Konzert im Regen mit Abstand geworden, bei dem die Kinder trotz allem richtig Spaß hatten.

Drei Stufen

„Erste Stufe“, rief Sebastian Dold in sein Mikrofon, und die Kinder in den Pavillons fingen an mit den Fingern zu schnipsen. Das erste Lied war das „Wille, Wille, Will“, bei dem alle mitmachen konnten.

„Zweite Stufe“, rief Sebastian Dold, und die Kinder und Erwachsenen klatschten kräftig in die Hände. Das Konzert im Garten der Villa Wannewupp kam schnell in Fahrt. „Dritte Stufe“, rief Sebastian Dold, und die Kinder fingen an, die Liedtexte mitzusingen. Hier durften sie wieder, unter freiem Himmel.

„Musik ist Leben. Gerade für Kinder ist sie enorm wichtig, insbesondere für deren Entwicklung“, sagte Sebastian Dold nach dem Auftritt. Der Bandleader ist von Beruf Lehrer. In der Schule sieht er die Auswirkungen des Abstand-Haltens auf das Gemüt von Kindern.

Für die Winterzeit überlegen sich „Krawallo“ und der Förderverein Wittekinds Kultur weitere Aktionen für Kinder, etwa einen Open-Air-Gottesdienst oder Gartenkonzerte.

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