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Bielefelder Gruppe »Feuerflut« unterhält mehr als 500 Besucher ausgezeichnet

Flammenspiel im Abendrot

Löhne (WB). Von Gewitterwarnungen der Wetterdienste ließen sich am Freitagabend mehr als 500 Menschen nicht abschrecken. Das erwartete Unwetter blieb aus, dem Regen trotzten die Besucher mit mitgebrachten Schirmen. Belohnt wurden sie dafür mit drei spektakulären Shows der Bielefelder Gruppe »Feuerflut« auf dem Findeisen-Platz.

Lydia Böhne

Daniela (links) und Michelle von »Feuerflut« präsentieren eine beeindruckende Partner-Choreografie mit Hula-Hoop-Reifen, an denen mehrere Flammen lodern. Die Besucher schauen den Künstlerinnen aus sicherer Entfernung fasziniert zu. Foto: Lydia Böhne

Mit ihren Auftritten haben sich die Feuerkünstler in den vergangenen zwei Jahren ein Stammpublikum in Löhne erarbeitet. Um den Fans Abwechslung zu bieten, hat die Gruppe bei ihrer Darbietung am Freitagabend drei bisher nicht gezeigte Shows auf dem Britta-und-Ulrich-Findeisen-Platz präsentiert. Für eine entsprechende Atmosphäre hatten die Ausrichter des Kulturbüros den Showbeginn extra ein wenig nach hinten verlegt. Als um 20.30 Uhr das Licht der Abendsonne schließlich schwächer wurde, legten Jens Schwarze und sein Team erst richtig los.

Wer die Gruppe kennt, weiß, dass stimmungsvolle Musik einfach dazugehört. Ob Ellie Goulding mit »Burn« oder Kings Of Leon mit »Sex on Fire« – die Titel der Hintergrundmusik fügten sich thematisch ins feurige Ambiente. Das Spiel mit der Flamme eröffnete Daniela mit einer fast poetisch anmutenden Choreografie, bei der sie sich mit einer Flamme behutsam über die Haut strich. In puncto Gefahrenpotenzial setzte Jens Schwarze noch eins drauf: Der Kopf der Gruppe löschte mutig eine Flamme in seinem Mund. Während das Publikum noch begeistert applaudierte, jonglierte Michelle bereits an beiden Enden brennende Stäbe durch die Luft. Nach so viel Aktion schickten »Feuerflut« ihr Publikum in eine kleine Verschnaufpause. »Wir warten jetzt ein bisschen, bis es noch dunkler wird und dann geht es weiter«, sagte Jens Schwarze.

»Es sieht aus, als würde der Himmel brennen«

Das Programm wurde mit der Show »Movies on Fire« fortgesetzt. Eine Verschmelzung von Feuerkunst, Filmmusik und Schauspiel zur Rahmenhandlung von Tolkiens Trilogie »Herr der Ringe«. Zur Musik von »Fluch der Karibik« wirbelte Michelle mit einem brennenden Hula-Hoop-Reifen über die Bühne, Jens und Daniela legten anschließend mit Flammen, die an den Händen loderten, zur Musik von »Dirty Dancing« ein leidenschaftliches Tänzchen hin. Mit schwarzer Sonnenbrille und einem brennenden Pendel trat Jens anschließend im Stil von James Bond auf.

Als der Regen über den Findeisen-Platz zog, spannten die Besucher kurzerhand ihre mitgebrachten Schirme auf. Auch die Künstler ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem kurzen Schauer färbte sich der Himmel vor dem endgültigen Sonnenuntergang in ein leuchtendes Lila-Orange und sogar ein Regenbogen kam über der Musikschule zum Vorschein. »Es sieht aus, als würde der Himmel brennen«, sagte Jens Schwarze. Im Finale boten »Feuerflut« noch einmal 15 Minuten Bühnenspektakel. Fliegende Funken, Flammenwerfer und Pyrotechnik zum Abschluss wurden abschließend mit lauten Rufen nach einer Zugabe quittiert. Als kleinen Nachschlag spendierte die Gruppe noch eine Jonglage.

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