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Firma für CNC-Zerspanungstechnik erweitert Halle und investiert in Maschinen

Für B&K läuft’s in Löhne

Löhne-Gohfeld (WB). Der Standort Löhne scheint der Firma B&K Glück zu bringen: Seit das Unternehmen vor knapp einem Jahr aus Vlotho an die Kampstraße in Gohfeld gezogen ist, hat sich einiges getan. Nun will Geschäftsführer Ralf Bauer erweitern und mit der Anschaffung einer neuen Maschine eine stolze Summe in die Zukunft investieren.

Sonja Gruhn

Fertigungsleiter Tobias Hertel (von links), Vertriebsleiter Mark Milewczek und B&K-Geschäftsführer Ralf Bauer stehen an der Roboterzelle, die noch angeschlossen werden muss. Sie soll die Mitarbeiter künftig bei der Arbeit an den Maschinen unterstützen. Foto: Sonja Gruhn

»Die Auftragslage hat sich besser als erwartet entwickelt«, sagt Ralf Bauer (52). »Wir haben Kunden dazu bekommen, darunter namhafte aus der Region, für die wir quasi die verlängerte Werkbank sind.« Die positive Entwicklung freut auch Vertriebsleiter Mark Milewczek (44) und Tobias Hertel (29), der bereits seine Ausbildung bei B&K absolviert hat und inzwischen Fertigungsleiter des Unternehmens ist.

Konzentration auf qualitativ hochwertige Bauteile

»Dadurch kommen wir jetzt weg von der Low-Budget-Fertigung und können uns auf qualitativ hochwertige Bauteile konzentrieren. Inzwischen können wir uns die Aufträge aussuchen und müssen sie nicht mehr um jeden Preis annehmen«, sagt Hertel. Das Vertrauen, das die Kunden der Firma entgegenbrächten, motiviere zudem die Mitarbeiter.

Das bestätigt Mark Milewczek: »Das Team ist viel enger zusammengewachsen.« Und mit seiner Frau, die ab März im Betrieb die Buchhaltung übernehmen soll, gibt es dann zwei Mitarbeiter in der Verwaltung und sieben in der Produktion.

Früher habe die Quantität im Vordergrund gestanden, heute stehe die Qualität im Fokus. Anspruchsvolle und hochwertige Teile zu fertigen, sei aber auch mit Investitionen verbunden.

Roboter soll Mitarbeitern den Rücken freihalten

»Die Auftragslage ist so gut, dass wir dabei sind, dies durch Automation aufzufangen«, sagt Bauer. Der erste Schritt dazu war die Anschaffung einer Roboterzelle. Die Automation sei jedoch nicht dazu gedacht, um Mitarbeiter zu ersetzen. Vielmehr soll die dieser sogenannte Einlegeroboter, der an mehreren Maschinen eingesetzt werden kann, den Mitarbeitern den Rücken freihalten.

»Er wird zum Ein- und Auslegen von Bauteilen in die Maschinen genutzt. In der Zeit können die Mitarbeiter andere Funktionen übernehmen«, sagt Hertel. Denn es könne vorkommen, dass sie an zwei bis drei Maschinen gleichzeitig arbeiten müssen, fügt Milewczek hinzu. »Zudem kann der Roboter auch mal länger oder am Wochenende arbeiten.«

Als nächstes stehen die Einrichtung eines CAD-Platzes, die Erweiterung der Produktionshalle sowie die Anschaffung einer neuen Maschine an. Die Halle wird durch einen Anbau um gut 530 auf knapp 1300 Quadratmeter wachsen. Der Anbau soll ab Mitte März gefertigt und bis Ende des Jahres aufgestellt werden, um Platz für die Maschine zu schaffen.

750.000 Euro für neue Maschine von DMG Mori

»Wir werden eine hochwertige Maschine kaufen, die in unseren Businessplan bezüglich Qualität und anspruchsvolle Arbeit passt, und dafür etwa 750.000 Euro investieren«, sagt Ralf Bauer.

Hersteller des zwölf Tonnen schweren sogenannten Fünfachsdrehfräszentrums ist die Firma DMG Mori in Bielefeld. Inklusive Kühlmittelturm wird dafür eine Stellfläche von 16 Quadratmetern benötigt.

»Dabei handelt es sich quasi um zwei Maschinen in einer, die zur Sechs-Seiten-Komplettbearbeitung verwendet wird. Das ist ein Quantensprung für unsere Firma«, sagt Milewczek. Unter anderem sei die Maschine in der Lage, Messprotokolle zu erstellen.

»Sowohl bei der Messung als auch bei der Produktion werden die aktuellen Temperaturen berücksichtigt. Denn die Raumtemperatur wirkt sich auf die Maße der Bauteile aus«, erläutert Hertel. Für die Produkte, die mit den vorhandenen Maschinen hergestellt werden, soll zudem ein Messraum eingerichtet werden.

Inzwischen ist die Nachfolge der Geschäftsführung geregelt. »Mein Sohn wird von Mai an die Meisterschule besuchen«, sagt Ralf Bauer. Zunächst aber werde sein Nachwuchs gemeinsam mit Tobias Hertel einige der neu hinzukommenden Aufgaben übernehmen.

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