Die alte Abstellanlage in Löhne soll entfernt und durch zeitgemäße neue Ständer ersetzt werden

Gerne mit dem Rad zum Bad

Löhne (WB)

Damit die Löhner in Zukunft wieder gern mit dem Fahrrad zum Freibad kommen, sollen die alten Ständer entfernt und durch eine zeitgemäße Abstellanlage ersetzt werden.

Dominik Rose

Wer mag hier noch gern sein Fahrrad abstellen? Bürgermeister Bernd Poggemöller hat die Abstellanlage am Freibad „Felgenkiller“ genannt. Bald soll es neue Fahrradständer geben. Foto: Dominik Rose

Einen entsprechenden Antrag hat der Förderverein Radverkehr gestellt, der selbst auch 5000 Euro für die Modernisierung zur Verfügung stellt. Weitere Gelder sollen nach Möglichkeit aus dem Innenstadtfond zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) kommen, sodass im Idealfall 10.000 Euro vorhanden sein könnten.

Diese Summe würde allerdings nicht ausreichen, um auch die von der Politik geäußerten Zusatzwünsche wie etwa Beleuchtungsmasten, Videoüberwachung oder eine Parkreihe für Krafträder zu erfüllen. Nach ersten Berechnungen der Verwaltung würde das mindestens 17.000 Euro kosten. Also müssen wohl noch Abstriche gemacht werden.

„Felgenkiller“

Bürgermeister Bernd Poggemöller nannte die alten Fahrradständer in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses „Felgenkiller“. Damit ist der Zustand der Abstellanlage auch schon recht gut beschrieben. Auch das sichtlich in die Jahre gekommene Welleternitdach trägt dazu bei, dass Freibadbesucher und Schüler des benachbarten Gymnasiums ihre Räder dort nur ungern abstellen.

„Braucht man das zukünftig überhaupt noch? Am Dach stößt man sich doch eh nur die Birne", sagte SPD-Ratsmitglied Burkhard Schröder. Vertreter von SPD, CDU, Grünen und Löhner Bürger-Allianz (LBA) dankten dem Förderverein Radverkehr aber zunächst für die Vorarbeit und die (finanzielle) Unterstützung.

Es gibt auch Anlehnbügel

Silke Glander-Wehmeier, Fraktionschefin der Grünen, wollte wissen, ob sich die neue Anlage auch versetzen ließe. Das könnte, sofern irgendwann einmal ein neues Kombibad gebaut werden sollte, ja wichtig sein. Bernd Poggemöller sagte, dass dies kein Problem sein dürfte. Schwieriger sei es, alle zusätzlichen Anregungen umzusetzen. „Wir haben halt höchstens einen 10.000-Euro-Rahmen“, gab der Bürgermeister zu bedenken.

Nach den Berechnungen der Verwaltung würde das Budget ausreichen, um die alte Anlage zu entsorgen und neue Ständer mit Anlehnbügeln zu kaufen und aufzustellen. Sonderausstattungen müssten hingegen aus dem städtischen Haushalt kommen. Zunächst soll nun das Vergabegremium des Innenstadtfonds entscheiden, ob 5000 Euro bereitgestellt werden. Dann soll die Grundkonstruktion der Anlage „zeitnah“ ausgetauscht werden.

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