1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Loehne
  6. >
  7. »Hilfe«-Ruf der Gesamtschule

  8. >

Löhner Einrichtung benötigt »dringend Unterstützung« bei der Sozialarbeit

»Hilfe«-Ruf der Gesamtschule

Löhne (WB). Mit einem »Hilfe«-Ruf macht die Bertolt-Brecht-Gesamtschule (BBG) auf sich aufmerksam: Sie benötigt »dringend Unterstützung« im Bereich der Sozialarbeit. Die Verwaltung schlägt deshalb die Aufnahme in das Rahmenkonzept der Stadt vor. Dagegen sollen Anträge von drei weiteren Schulen abgelehnt werden.

Rajkumar Mukherjee

Die Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne hat mit einem Antrag auf die »dringende« Unterstützung bei der Schulsozialarbeit aufmerksam gemacht. Foto: Rajkumar Mukherjee

Die aktuellen Bedarfe für Schulsozialarbeit von insgesamt vier Schulen gehen aus einem Beschlussvorschlag für die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstag, 21. Juni 2018, hervor. Von 18.30 Uhr an beraten die Mitglieder im Rathaus darüber.

Anträge für zusätzliche Schulsozialarbeit beziehungsweise eine Fortführung hatten neben der BBG auch das Städtische Gymnasium Löhne, die Goethe-Realschule und die Grundschule Löhne-Bahnhof gestellt. Für diese drei Schulen soll es derzeit aber keine weiteren kommunalen Mittel geben. »In zukünftigen konzeptionellen Planungen sollen die Schulen jedoch Berücksichtigung finden«, heißt es in der Beschlussvorlage.

Insgesamt etwa 1000 Schüler besuchen die Gesamtschule

Die BBG beschult insgesamt etwa 1000 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis 13. Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 sollen dort zudem etwa 65 Schüler mit besonderem Förderbedarf (»Inklusion«) unterrichtet werden. Und es gibt etwa 30 zugewanderte Kinder und Jugendliche in Internationalen Klassen, die teilweise auch den Regelunterricht besuchen.

Vor diesem Hintergrund verweist die BBG darauf, dass sie »weitere kompetente Ansprechpartner und Hilfe« brauche, die »über das hinausgeht, was wir zu leisten imstande sind«. Bisher erhält die BBG seit August 2015 zehn Wochenstunden Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) durch das Jugendamt der Stadt. Darüber hinaus gibt es eine Vollzeitstelle Schulsozialarbeit. Dabei handelt sich aber um eine Landesstelle, die mit dem Verzicht auf eine Lehrerstelle einhergeht.

Die Einschätzung dringenden Handlungsbedarfs teilt die Verwaltung und begründet die Unterstützung des BBG-Antrags mit der Situation an der Gesamtschule. Die Bedeutung der Schulsozialarbeit nehme dort zu, »unter den Bedingungen von Inklusion und Gemeinsamem Lernen sowie durch den hohen Unterstützungsbedarf zugewanderter Kinder«.

Zusätzliche Wochenstunden, befristet auf zwei Jahre

Der Beschlussvorlage zufolge soll deshalb die Schulsozialarbeit an der BBG zum Schuljahr 2018/19 im Umfang von 16,5 Wochenstunden, zunächst befristet auf zwei Jahre, umgesetzt werden. »Diese Personalstunden werden aus den frei gewordenen Personalkapazitäten der Schulsozialarbeit der ›Werretalschule herangezogen«, die zum Schuljahresende aufgelöst werde. Diesem Vorschlag der Verwaltung müssen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses aber noch zustimmen.

Ziel sei es auch, die Schulsozialarbeit an der BBG in das entsprechende Rahmenkonzept an Löhner Schulen zu integrieren. Zudem solle eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Schule und der Stadt getroffen werden.

Zugleich erkennt die Verwaltung den »grundsätzlich großen Bedarf« für Schulsozialarbeit an den weiteren aktuellen Antragstellern – Goethe-Realschule, Gymnasium und Grundschule Löhne-Bahnhof – an. Der Bedarf sei »nachvollziehbar«. Aktuell sei an der BBG aber ein »erhöhter Handlungsbedarf« im Vergleich zu den anderen Schulen erkennbar.

Bereits Formen der Schulsozialarbeit

Das Löhner Gesamtkonzept der Schulsozialarbeit beruht auf drei Säulen: der klassischen Schulsozialarbeit, jener im Rahmen des BuT und »Multiprofessionellen Teams zur Integration durch Bildung neu zugewanderter Schüler«. Feste BuT-Stundenanteile gibt es auch am Gymnasium und der Goethe-Realschule. Die Förderung ist bis Ende 2018 befristet, eine Verlängerung habe das Land aber in Aussicht gestellt.

Zudem seien zwei Kräfte der »Multiprofessionellen Teams« mit unterschiedlichen Stundenanteilen am Gymnasium, der Goethe-Realschule sowie der Grundschule Löhne-Bahnhof tätig.

Startseite