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Sanierung zweier Bahnsteige am Löhner Bahnhof steht noch aus – mit Video

In Löhne rollt der RRX ein

Löhne (WB). Vorerst viermal täglich hält der neue Rhein-Ruhr-Express (RRX) in der Testphase an Gleis 12 und 13 des Löhner Bahnhofes. Geräumiger, leiser und schneller sollen die neuen Züge auf der Strecke des RE 6 mit den Endhalten Minden und Köln-Bonn sein. Ab Montag, 28. Oktober, kommen vier weitere Halte in Löhne hinzu. Derweil arbeitet die Deutsche Bahn AG mit Hochdruck an der Fertigstellung der Sanierung der Bahnsteige an den Gleisen 8/9 und 10/11.

Louis Ruthe und Sonja Gruhn

Seit Beginn dieser Woche ist die National Express Rail GmbH mit dem Rhein-Ruhr-Express (RRX) auf der Linie RE 6 zwischen Minden und Köln-Bonn auf der Schiene. Am Löhner Bahnhof laufen die Sanierungsarbeiten an den Bahnsteigen auf Hochtouren, damit der RRX künftig an sechs Gleisen halten kann. Foto: Louis Ruthe

»Der Betrieb läuft bisher gut«, sagt Rebecca Viehoff, Sprecherin der betreibenden National Express Rail GmbH. Es sei anfangs nicht geplant gewesen, dass der RRX so früh schon erste Probefahrten absolvieren kann.

Dass dies nun doch der Fall ist, resultiert daraus, dass die neuen Züge schneller als gedacht geliefert werden konnten. »Ab dem 28. Oktober übernimmt der RRX dann täglich noch zwei weitere Halte von der Line des RE 6«, sagt Rebecca Viehoff. Für das Unternehmen sei es wichtig, die Test- und Ausbildungsfahrten unter realen Bedingungen zu absolvieren.

»Das wird für uns ein sehr besonderer Moment«

»Wir wollen für unsere Kunden ein zuverlässiger Partner bei der Reise oder auch dem Pendeln auf den Schienen sein«, betont die Sprecherin. Vom 15. Dezember an soll der RRX dann alle Halte des RE 6 der Deutschen Bahn AG übernehmen. »Das wird für uns ein sehr besonderer Moment«, sagt Rebecca Viehoff.

Dass nun ein grauer Zug mit orangefarbenen Türen die Passagiere viermal am Tag nach Minden beziehungsweise Köln-Bonn transportiert, ist lediglich durch kleine, an den Gleisaufgängen angebrachte Fahrpläne der National Express Rail GmbH zu erahnen. Denn die Anzeigetafel in der Bahnhofshalle zeigt kein Gleis zur Ankunft des RRX an. An den Gleisen selbst sind zudem die Anzeigetafel derzeit außer Betrieb.

Bauarbeiten an zwei Bahnsteigen dauern an

Derweil laufen Arbeiten zur Modernisierung des Bahnhofs Löhne, die im März begonnen haben, weiter. Mit rund 10,5 Millionen Euro ist diese Maßnahme eine der größten im Raum Ostwestfalen-Lippe. Ziel ist es, den Bahnhof komplett barrierefrei zu gestalten.

Die Modernisierung des Bahnhofs liegt derzeit im Zeitplan, wie ein Bahnsprecher auf Anfrage dieser Zeitung mitteilt. Die Arbeiten an Bahnsteig drei für die Gleise 12 und 13 sind bereits abgeschlossen. Im Laufe dieses und kommenden Monats sollen demnach die Arbeiten an Bahnsteig eins für die Gleise 8 und 9 beginnen. Bahnsteig zwei werde im Anschluss modernisiert.

»Grundsätzlich werden alle Bahnsteige auf einer Länge von 220 Metern neu gebaut, damit sie zukünftig von den neuen Fahrzeugen des Rhein-Ruhr-Express angefahren werden können. Die Bahnsteige erhalten jeweils eine Höhe von 76 Zentimetern, um einen stufenfreien Einstieg in die Züge zu ermöglichen«, sagt der Bahnsprecher. Alle weiteren Maßnahmen zur Barrierefreiheit und die Bahnsteigausstattung sowie die Beleuchtung und Beschallung sollen im kommenden Jahr erfolgen.

Windschutz muss neu gebaut werden

Dies beinhalte an allen drei Bahnsteigen die Anpassung der Treppenaufgänge inklusive der Installation der Handläufe, den Neubau der Bahnsteigausstattung, den Neubau des Windschutz (je ein Windschutz pro Bahnsteig) sowie den Neubau der Bahnsteigbeleuchtung und den Neubau von Aufzügen, wobei jeder Bahnsteig einen Aufzug erhält.

»Darüber hinaus werden auch die nicht mehr genutzten Gepäckaufzüge und Aufsichtsräume auf den Bahnsteigen zwei und drei zurückgebaut. So entstehen ein ausreichend breiter Durchgang sowie größere freie Flächen auf den Bahnsteigen«, fügt der Bahnsprecher hinzu.

Auch die Personenunterführung werde modernisiert und nach Abschluss der Arbeiten deutlich heller sein. Taktile Leitstreifen sollen schließlich sehbehinderten Reisenden den Zugang zu den Bahnsteigen erleichtern.

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