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Storchenhorst an der Blutwiese in Löhne ist zur Freude vieler Beobachter erneut besetzt

Kalli und Lotti sind wieder da

Löhne

Die Löhner Storchenfreunde können aufatmen: Trotz der vergangenen stürmischen Tage ist Storch Kalli sicher im Horst an der Blutwiese gelandet – in diesem Jahr einen Tag später als 2021. Auch seine Lebenspartnerin Lotti hat Anfang der Woche den Weg nach Löhne wiedergefunden.

Von Louis Ruthe

Sichtlich entspannt genießt Störchin Lotti (rechts) am Mittag die Sonnenstrahlen. Foto: Louis Ruthe

Mitten zwischen den Sturmtiefs rund um das vergangene Wochenende ist der Storch erstmals am Samstag von der Löhnerin Karin Tacke an der Blutwiese gesichtet worden. Ein paar Tage später hat es auch Störchin Lotti geschafft.

„Bei Störchen ist es zumeist üblich, dass das Männchen und das Weibchen zu unterschiedlichen Zeitpunkten am Horst ankommen“, berichtet Marion Schröder. Sie hat vor vier Jahren den Aufbau des Horstes initiiert.

Die unterschiedlichen Ankunftszeiten deuten laut der Storchenfreundin darauf hin, dass das Pärchen den Winter getrennt verbracht hat. Während Storch Kalli in den ersten Tagen auf Suche nach Nahrung und Nestbaumaterial ist, hütet Störchin Lotti das Nest. „Ich bin zuversichtlich, dass es in diesem Jahr Nachwuchs gibt“, sagt Marion Schröder.

Dass die beiden Störche Kalli und Lotti sind, daran hat die Löhnerin keine Zweifel. „Beide Störche haben sofort die Wiesen In der Flage angesteuert, da sie wissen, dass es dort Nahrung gibt“, sagt Marion Schröder.

Fremde Störche würden hingegen längere Zeit über die Felder und Wiesen um einen Horst kreisen, um sich einen Überblick zur Nahrungslage zu verschaffen.

Storch Kalli sucht in der Nähe des Horstes nach Nahrung. Foto: Marion Schröder

Hoffnung hat die Storchenfreundin, dass in diesem Jahr die Aussichtsplattform an der Blutwiese gebaut wird. „Die Mittel sind im Haushalt des Kreises bewilligt“, sagt Marion Schröder.

Plattform zur Vogelbeobachtung

Entstehen soll die überdachte, etwa 30 Quadratmeter große Plattform am Blutwiesenweg. Denn nicht nur die Störche locken zahlreiche Spaziergänger zur Blutwiese. „Im vergangenen Jahr habe ich einen Orpheusspötter fotografiert“, sagt Marion Schröder. Der Vogel stehe auf der sogenannten Roten Liste besonders bedrohter Vogelarten.

Sorgen bereitet der Löhnerin, dass durch den Rückschnitt der Bäume und Gehölze an der Blutwiese kaum noch Lebensraum für die kleine, gelbe Vogelart bleibt. „Ende April kommt dieser kleine Freund aus dem Süden zurück. Ich hoffe, dass er an der Blutwiese wieder heimisch wird“, sagt Marion Schröder.

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