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Stadt Löhne bessert Mängel aus – Endausbau beginnt frühestens 2023

»Kompromiss« für die Schierholzstraße

Löhne (WB). Eine Reihe von Straßenbauprojekten stehen in Löhne bis 2022 und darüber hinaus an. Gedulden müssen sich allerdings die Anwohner der Schierholzstraße. Eine Sanierung soll es frühestens 2023 geben. Zugleich verschiebt die Verwaltung den Bau eines Kreisels an der Herforder Straße, Höhe Brunnenstraße.

Rajkumar Mukherjee

Auffällig sind in der Schierholzstraße Schäden an den Bordsteinen. Vor einem Endausbau, der frühestens 2023 beginnen würde, sollen zunächst solche Mängel beseitigt werden. Damit könnten auch Stolperfallen für ältere Anwohner wegfallen. Foto: Rajkumar Mukherjee

Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Bauausschusses für die fünfte Fortschreibung des »Mittelfristigen Straßenbauprogramms« aus. Für den Endausbau sind nun vorgesehen: im Jahr 2021 der Scheidkamp zwischen Unterer Hellweg und Wendehammer/Hermes (Kosten etwa 1,03 Millionen Euro); 2022 die Gohfelder Straße zwischen In den Fichten und Dr.-Eckener-Straße (Kosten etwa 760.000 Euro); sowie in den Folgejahren Georgstraße (190.000 Euro), Herrmannstraße (305.000 Euro), Rolandstraße (65.000 Euro), Heinrichstraße (95.000 Euro), Karlstraße (80.000 Euro), Bergstraße, zwischen Schierholzstraße und Holtflage/Haselweg (800.000 Euro), Schierholzstraße, zwischen König- und Gartenstraße (180.000 Euro) und Holtflage (450.000 Euro).

Besonders die Situation an der Schierholzstraße sorgte für eine intensive Diskussion über den Zeitpunkt der geplanten Sanierung. Auslöser war das Schreiben eines Bürgers vom Januar, in dem er auf die Situation der Schierholzstraße zwischen Königstraße und Am Mühlenbach aufmerksam macht. Dabei gehe es auch um das betreute Wohnen im »Haus am Mühlenbach«, deren Bewohner auf der Schierholzstraße oft mit Rollstühlen und Rollatoren unterwegs seien – eine Gefahrenquelle. »Ist es da richtig, dass wir mit der Maßnahme noch fünf Jahre warten?«, fragte Heinz Dahlmeier, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender.

Nicht untätig sei unterdessen die Verwaltung gewesen, wie Matthias Kreft, Betriebsleiter der Wirtschaftsbetriebe Löhne (WBL), verdeutlichte: »Wir haben mit den Anwohnern gesprochen und schlagen einen Kompromiss vor.« So sollen beispielsweise die Gehwege »reguliert«, also etwa Bordsteine hergerichtet werden. Zudem sollen Poller an der Straße Im Mühlengrund eingesetzt werden – um eine Durchfahrt von Kraftfahrzeugen zukünftig zu verhindern. »Wir denken, dass diese Maßnahme den Anwohner sehr helfen wird«, sagte Matthias Kreft.

Harter Winter sorgt für Schäden an Straßen

Diesem »Kompromiss« stimmte Horst Martin Büttner für die CDU zu. Georg Held (LBA) wollte indes wissen, ob ein »grober Ausbau« der Schierholzstraße nicht schon jetzt möglich sei. Hierbei verwies Eberhard Lindemann vom WBL-Geschäftsbereich Straßen auf zusätzliche Kosten, die die Anlieger dann zu tragen hätten.

Das Thema Kosten spielte auch im Austausch zur Straße am Scheidkamp eine Rolle. Für 38.000 Euro sollen Risse, die in den vergangenen Wintermonaten entstanden waren, beseitigt werden. Hierbei handelt es sich um eine stellenweise Ausbesserung – vor dem Endausbau 2021. Die Maßnahme solle in das Ausbaupaket für Löhne einfließen. »Wir haben hier eine schlechte Substanz, hervorgerufen durch eine erhebliche Verkehrsbelastung. Und jetzt wird es Zeit, etwas zu tun«, sagte Udo Vogelsang, WBL-Geschäftsbereichsleiter Abwassersammlung. Anlieger ist dort unter anderem das Hermes-Logistikzentrum. Und das solle sich aus Sicht von Georg Held an den Gesamtkosten beteiligen: »Schließlich sind es deren Lkw, die diese Straße intensiv nutzen.«

Unterdessen soll der Baubeginn eines Kreisels an der Herforder Straße, Höhe Brunnenstraße, nicht mehr in diesem Jahr sein. Den Grund für eine Verschiebung verdeutlichte Matthias Kreft: »Wir wollen nicht in die Wintermonate hineingeraten.« Deshalb soll der Baubeginn um ein Vierteljahr auf den 1. April 2019 verlegt werden. Vorteil sei dann, dass am 15. April 2019 die Osterferien beginnen und später die Sommerferien. »Wir können dann volle acht Wochen arbeiten«, sagte Matthias Kreft. Von September an wolle man die Ausschreibung auf dem Bietermarkt platzieren. Mit der später vorzunehmenden Ausschreibung wolle die Stadt zugleich auch »preisliche Effekte, die sicher nach oben gehen werden«, ausgleichen, sagte Matthias Kreft.

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