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Im Heimatmuseum wird ab sofort eine Sonderausstellung gezeigt – Terminvergabe am Telefon

Löhne und die Liebe

Löhne (WB)

In der neuen Sonderausstellung „Die Liebe in Löhne“ des Heimatmuseums dreht sich alles um die Themen Ehe, Liebe und Familie im Wandel der Jahrhunderte. Sie kann ab diesem Samstag nach den geltenden Corona-Regelungen von Besuchern mit einem Termin vor Ort besichtigt werden.

Natalie Lydia Meyer

Sonja Voss stellt die Sonderausstellung „Die Liebe in Löhne“ vor. Der Koffer steht für eine besondere Liebesgeschichte. Im Hintergrund sieht man einen halben Brautwagen, der bis zum Ende des 18. Jahrhunderts als Aussteuer üblich war. Foto: Natalie Lydia Meyer

Eine Anmeldung ist unter der Telefonnummer 01520/9013636 möglich. Es gilt die Pflicht des Tragens einer medizinischen Gesichtsmaske und die Beachtung der Abstandsregelungen.

„Bei den täglichen Corona-Nachrichten und der Berichterstattung über Krisen und Katastrophen schien mir, dass dringend ein positives Thema gebraucht wird. Deshalb eine Ausstellung über das Thema Liebe“, erklärt Museumsleiterin Sonja Voss. Viele Exponate sind Zeugnisse besonderer menschlicher Beziehungen, die über Jahre von Löhnern aufbewahrt worden sind.

Eines dieser Museumsstücke ist der Koffer von einer „Neu-Löhnerin“. Mit dem Gepäckstück kam sie der Liebe wegen nach Löhne. Sie lebte vorher auf Norderney und lernte da ihren Mann kennen, der Löhner war. Nach dem Umzug folgte die Heirat. Den Koffer bewahrte sie all die Jahre als geliebte Erinnerung auf.

Auch bei Margret und Walter Nesenhöner hält die Liebe bis heute. Sie heirateten im Jahr 1966. Das Hochzeitskleid von Margret Nesenhöner wurde mit Stoff aus Herford genäht und wird in der Sonderausstellung präsentiert.

Es gab sogar einen Mord

Das Ideal, die Ehe wegen der romantischen Liebe einzugehen, entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert. Früher dienten Ehen der Vereinigung zweier Familien, welche die Weitergabe von Haus und Hof, Titeln und Rechten sicherte. Die Brautschatzaufzeichnungen in der Sonderausstellung bieten einen Überblick über das Heiratsverhalten der Löhner Bevölkerung und den Umfang eines Brautschatzes in früheren Zeiten.

Über einen Mord berichtet die tragische Geschichte von Toilner, der 1804 seine Ehefrau auf dem Kinderbett vergiftete und anschließend auf dem „Eggerweg“ gerädert wurde. Der Ort wird deshalb bis heute „Toilnerbrink“ genannt.

In der neuen Sonderausstellung im Löhner Heimatmuseum erzählen auch viele Andenken an Verstorbene die Geschichte der Liebe. Unter der Rubrik „Fundstücke“ werden Fotos aus Löhne gezeigt, in dem die Liebe festgehalten worden ist – ob das Liebesschloss an der Brücke oder Graffiti an der Bushaltestelle.

Die exakten Regelungen für einen Besuch sind auf der Webseite http://heimatmuseum-loehne.de veröffentlicht.

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