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Seit 45 Jahren gibt es den Austausch mit Spittal in Österreich

Löhner beleben Städtepartnerschaft

Löhne (WB). Löhne blickt in diesem Jahr auf 45 Jahre Städtepartnerschaft mit Spittal in Kärnten/Österreich. Dass der Austausch nach wie vor beiderseits auf reges Interesse stößt, hat aus Sicht von Heinz-Dieter Held (70) einen Grund. »Partnerschaften müssen mit Leben gefüllt werden«, sagt der frühere Bürgermeister Löhnes. Eine Delegation hat nun das getan.

Rajkumar Mukherjee

Mit Gitarre, Pumpernickel, Sauermettwurst und Wacholderschnaps sorgen die Löhner (von links) Fritz Obermeier, Dieter Glander, Manuela Elvey, Heinz-Dieter Held, Friedel Bünz bei Gerhard Pirih, Bürgermeister von Spittal, und den Gästen für Stimmung.  Foto: Friedel Bünz

Die Gruppe Löhner Bürger stellte die Stadt am vergangenen Wochenende beim »Street Food Market Spittal/Drau« mit einem eigenen Stand vor. »Mit dabei hatten wir auch einige Spezialitäten: ›Löhner Landwein‹, also Wacholderschnaps, Pumpernickel und Sauermettwurst. Das kam sehr gut an«, sagt Friedel Bünz (67). Er gehörte der Delegation ebenso wie Heinz-Dieter Held, Altbürgermeister Werner Hamel und Gattin Ursula, die Ratsherren Dieter Glander (Grüne) mit Manuela Elvey, Friedhelm Abke und Gerhard Kölsch (beide CDU) sowie Fritz Obermeier (FDP) an. Bürgermeister Bernd Poggemöller und seine Vertreter konnten an dieser Reise aufgrund anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen. Unter anderem waren, wie berichtet, junge Sänger aus der polnischen Partnerstadt Mielec zu Gast.

Alle Stände des »Street Food«-Festivals waren im Stadtpark Spittals, am Schloss Porcia und dem Rathaus, aufgestellt. Dort, unter dem Banner »Löhne grüßt Spittal«, verteilten die Delegationsmitglieder Snacks und Informationsmaterial und kamen mit den Festival-Besuchern ins Gespräch. »Viele Gäste wollten natürlich wissen, wo Löhne überhaupt liegt. Wir haben es ihnen dann auf der Karte gezeigt«, erzählt Friedel Bünz. Überhaupt sei die Festival-Atmosphäre sehr angenehm gewesen. »Und die Parkanlage ist phänomenal. Dort steht übrigens nach wie vor der ›Löhner Baum‹, der 1992 oder 1993 gepflanzt worden war«, sagt Heinz-Dieter Held.

Insgesamt hat Löhne fünf Städtepartnerschaften

Die Städtepartnerschaft führt zurück in das 1973 – und war die erste für die Stadt Löhne. »Es war eine Zeit, in der Europa wieder vermehrt zusammenwachsen wollte. Und Städte verschiedener Länder gingen sehr gerne Verbindungen zueinander ein«, sagt Heinz-Dieter Held. Die Stadt Löhne pflegt auch Beziehungen zu den Städten Condega (Nicaragua), Columbus (USA), Mielec (Polen) sowie zu Röbel an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern).

Heinz-Dieter Held und Friedel Bünz begleitet das Thema Städtepartnerschaft mit Spittal viele Jahre. Von 2009 bis 2015 war Heinz-Dieter Held Bürgermeister in Löhne, zuvor unter anderem Stadtkämmerer und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Friedel Bünz hatte das Löhne Ordnungsamt mit aufgebaut, wechselte später ins Hauptamt und war im Büro des Rates auch für Städtepartnerschaften zuständig. »Man nannte mich damals auch den Außenminister Löhnes«, sagt er.

An zahlreiche Besuche von Löhner Gruppen in Spittal erinnern sich beide, etwa an die Teilnahme anlässlich des 800-jährigen Bestehens. Weitere Anlässe waren die Einführungen von Bürgermeistern oder die Besuche von Gruppen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Spittal, etwa unter der Leitung des langjährigen Vorsitzenden Gustav Roßocha. Und auch das Musikkorps der Stadt und Sportvereine seien bereits vielfach nach Spittal gereist.

Spittaler kommen wieder zum Oktoberfest

Begegnungen mit Spittal kennt auch Werner Hamel, der bis 1993 ehrenamtlicher Bürgermeister in Löhne war und von 1994 bis 2004 hauptamtlicher. »Seine Frau stammt übrigens aus Spittal«, verriet Heinz-Dieter Held.

Partnerschaften beleben: eine Idee dazu hatte auch Heinz-Dieter Held, der 2015 den Austausch von Schüler-Praktikanten initiierte: von Löhne nach Spittal und umgekehrt. Der nächste Besuch findet bald statt. »Einige Mütter und Väter haben die Gelegenheit beim ›Street Food‹-Festival genutzt und uns über Löhne befragt. Auch das trug zum Austausch sehr bei«, sagt Friedel Bünz.

Einen weiteren, für beide Seiten wichtigen Termin haben die Spittaler übrigens bereits bestätigt: Die erneute Teilnahme einer Gruppe am Oktoberfest in Löhne. »Dann werden wir wieder miteinander feiern«, sagt Friedel Bünz.

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