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Gerhard Kölsch und Florian Dowe blicken zurück

Löhner CDU: Stadtverband wird 50

Löhne (WB). Mit einer Mitgliederversammlung am 5. Juni 1968 fing alles an. Im Rahmen der Gebietsreform schlossen sich die damaligen, einzelnen CDU-Ortsverbände zu einem Stadtverband zusammen. In den seither vergangenen 50 Jahren haben die Christdemokraten in Löhne viel erlebt.

Renée Trippler

Florian Dowe (Stadtverbandsvorsitzender, links) und Gerhard Kölsch mit Erinnerungsstücken aus 50 Jahren Stadtverband. Darunter sind auch Zeitungsartikel zur Kommunalwahl, bei der Gerhard Kölsch kandidierte (links im Bild). Foto: Renée Trippler

Besucher politischer Größen

Florian Dowe und Gerhard Kölsch haben viele Erinnerungen aus 50 Jahren Stadtverbandsgeschichte zum Jubiläum zusammengetragen. Florian Dowe ist seit 2010 Stadtverbandsvorsitzender, Gerhard Kölsch hatte das Amt zweimal inne: von 1996 bis 1998 und von 2001 bis 2002. Ihm habe es immer Spaß gemacht, sich »für die Sache einzusetzen«, auch wenn ihm damals wegen seiner Selbstständigkeit Freunde von einer politischen Karriere abgeraten hätten. Im Gedächtnis geblieben sind dem Kommunalpolitiker und Bauunternehmer vor allem Besuche von politischen Größen. »Als ich Vorsitzender des Stadtverbandes war, kam Norbert Blüm nach Löhne. Und Norbert Röttgen war auch hier, um Wahlkampf zu machen«, erinnert er sich.

Eine weitere wichtige, politische Persönlichkeit für den Stadtverband Löhne war das langjährige Mitglied Adolf Blomeyer, erzählt der Vorsitzende der Ratsfraktion, Florian Dowe. Denn Adolf Blomeyer war Mitglied des Parlamentarischen Rates, »also einer der Wenigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg das Grundgesetz mitbegründet haben. So etwas wird es nie wieder geben, das ist etwas Besonderes!« Der Landwirt war zwischen 1929 und 1968 zweimal ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Ulenburg, heute kleinster Löhner Stadtteil.

Viele Traditionen gepflegt

Ein einschneidendes Erlebnis war der Verlust des ehemaligen Stadtverbandsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Heinrich Dreyer. Bei dessen Beisetzung 1994 in seiner Heimat Mennighüffen erwiesen ihm unter anderem der damalige Ministerpräsident Johannes Rau mit seiner Frau sowie der damalige Detmolder Regierungspräsident Walter Stich die letzte Ehre. »Das ging uns allen damals wirklich schwer ab, das war ein herber Schlag für den Stadtverband«, erinnert sich Gerhard Kölsch.

Obwohl sich in den vergangen 50 Jahren vieles verändert habe, seien auch viele Traditionen geblieben, meint Florian Dowe. »Das traditionelle Grünkohlessen in Gohfeld findet zum Beispiel seit 1974 nach wie vor jedes Jahr statt«, erzählt er. Auch beim Kreiswahlprogramm hätte sich am meisten die Gestaltung geändert, Schwerpunkte seien geblieben: »Schon damals waren Schule und Bildung beispielsweise wichtige Inhalte, für die wir uns eingesetzt haben.«

»Damals saßen im Ratssaal nur Männer«

Veränderungen hingen vor allem mit den Köpfen an der Spitze des Stadtverbandes zusammen, denn Kommunalpolitik sei personenbezogene Politik. »Verändert hat sich natürlich, wie Politik gemacht wird. Damals saßen im Ratssaal nur Männer, alle haben geraucht. Heute machen viele Frauen Kommunalpolitik und alle Altersgruppen sind vertreten. Also ein Querschnitt der Bevölkerung«, meint Florian Dowe. Auch wären bestimmte Themen, wie Außen- und Sicherheitspolitik, aufgrund anderer Gegebenheiten damals anders politisch diskutiert worden. Daher weist Florian Dowe Einschätzungen zurück, die Partei sei nicht mehr konservativ. »Die Frage ist wie man konservativ definiert. Und dazu muss man Themen in einen aktuellen Kontext einordnen und sich der aktuellen Situation anpassen«, meint er. Für die Zukunft des Stadtverbandes wünschen beide sich, »dass wir uns weiter für die Bürger einsetzen dürfen und neue Mitglieder dazu gewinnen.«

Die Festveranstaltung am 4. Juni

Am Montag, 4. Juni, feiert der CDU-Stadtverband Löhne sein 50-jähriges Bestehen. Die Feier beginnt um 18 Uhr in der Musikschule Löhne mit einer Begrüßungsrede des Vorsitzenden, Florian Dowe. Im Anschluss wird der CDU-Landesgeneralsekretär Josef Hovenjürgen eine Rede zur Bedeutung der Kommunalpolitik halten. Musikalisch untermalt wird das etwa einstündige Programm vom Bläser-Quintett der Musikschule.

Im Anschluss ist ein Em­pfang geplant. Die Veranstaltung ist öffentlich, es wird aber um Anmeldung unter der Herforder Rufnummer 05221/16640 oder an info@cdu-herford.de gebeten.

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