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Sauresani zieht beim Sommertheater auf der Aqua Magica alle Register

Magisches Varieté mit Lachgarantie

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Man nehme: eine Zaubernummer, Jonglage sowie eine waghalsige Feuershow und fertig ist das Varieté. Auf der Aqua Magica hat der Künstler Sauresani die Zuschauer des Sommertheaters am Samstag gleich zweimal in die Geheimnisse seines unterhaltsamen Bühnenprogramms eingeweiht.

Lydia Böhne

Die Besucher kommen beim Sommertheater voll auf ihre Kosten: Bei kleinen Mitmach-Nummern werden sie zum Klatschen, Singen und Tanzen aufgefordert. Foto: Lydia Böhne

Unabdingbar für eine gelungene Show ist laut Sauresani, alias Jens Heuwinkel, der Applaus. „Der gibt einem Kraft fürs Programm“, erläutert der Künstler und studiert sogleich die verschiedenen App­lausstufen mit dem Publikum ein. Ein Erfolgsgarant für den Auftakt sei immer eine Nummer mit einem jungen Mann. Die Zuschauer in der ersten Reihe dürfen aufatmen, ihre Hilfe wird – noch nicht – benötigt.

Kurzerhand schlüpft Sauresani selbst in die Rolle des jungen Mannes: Brille weg, bunter Propellerhut auf und fertig ist die Verjüngungskur. Dazu noch fünf Bälle und los geht die erste Jonglagenummer, die der Künstler effektvoll ankündigt: „Fünf Bälle, zwei Hände, ein Gehirn.“

Weiter geht es mit einer kleinen Zaubernummer. Dafür werden Brille und Hut wieder benötigt. Die Brille aus dem praktischen Grund, besser sehen zu können, und der Hut, um Dinge daraus hervorzuzaubern. Zum Beispiel einen Luftballon.

Kleine Tricks im Handumdrehen

Im Handumdrehen knotet Sauresani den langen Schlauch zu einem kunstvollen Pudel, der einen neuen Besitzer in der ersten Reihe findet. „Er beißt nicht und macht Sitz. Nur platz darf man nicht sagen, dann war’s das“, scherzt der Künstler.

Beim nächsten Trick, der die hellseherischen Fähigkeiten von Sauresani auf die Probe stellt, spielen die Zuschauer eine wichtige Rolle. Unter dem Stuhl einer Dame hat der Künstler im Vorfeld der Show einen Groschenroman versteckt.

Nun soll die Dame den Roman zerteilen und von einer der Hälften jeweils eine Seite abreißen, während das Publikum von zehn runterzählt und sie selbst „stopp“ sagt, um zufällig eine Seite auszuwählen.

Das erste Subjekt auf der übrig gebliebenen Seite lautet „Patient“. Nun bittet der Künstler einen anderen Gast, unter seinem Stuhl nach einem Zettel zu schauen, den er dort ebenfalls zuvor deponiert hat.

In die mystifizierte Atmosphäre hinein liest der Zuschauer vor: „Diese Antwort ist richtig.“ Gellendes Lachen hallt durch das Amphitheater.

Zwei Zugaben am Ende der Show

Die Mischung aus spannender Artistik, bei der Sauresani beispielsweise Fackeln jonglierend auf einem Einrad fährt, Zauberparodie und Humor kommt beim Publikum so gut an, dass nicht nur eine, sondern gleich eine zweite Zugabe gefordert wird.

Und so dürfen die Anwesenden zum Schluss des kurzweiligen Programms noch einmal ausgelassen darüber lachen, wie sich Sauresani einen Gummihandschuh über den Kopf stülpt und bis zum Zerplatzen aufbläst.

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