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Stadtverwaltung, Mieter- und Vermieterverbände stellen Mietspiegel vor

Mietpreise sind leicht angestiegen

Löhne (WB). Die Stadtverwaltung hat mit den Vertretern der mitwirkenden Mieter- und Vermieterverbände den Mietspiegel für die vergangenen vier Jahre vorgestellt. Die Mieten sind demnach in den vergangenen Jahren in einigen Gegenden angestiegen. Unterschiede zwischen Ortsteilen gibt es aber kaum.

Renée Trippler

Haben den Mietspiegel mit erarbeitet: Klaus Oehler (hinten, von links), Bernd Poggemöller und Robin Gäsel, sowie (vorne, von links) Jürgen Upmeyer, Martina Wenzel und Jens Brüggemann. Foto: Renée Trippler

860 Datensätze ausgewertet

Auffällig sei, dass die Preisspanne im Vergleich zu vorangegangenen Jahren größer geworden sei, sagte Bürgermeister Bernd Poggemöller. Der Mietspiegel gibt die ortsübliche Vergleichsmiete der vergangenen vier Jahre an. Der Mittelwert dieser ist von 5,59 Euro pro Quadratmeter von 2001 bis 2010, auf 6,31 Euro pro Quadratmeter ab 2011 gestiegen. Die Preisspanne weitete sich von 4,65 bis 6,85 auf 4,75 bis 7,60 Euro pro Quadratmeter. Grund dafür seien unterschiedlich gut modernisierte Häuser in der selben Baualtersklasse sowie die deutlich größere Datenmenge. Zur Erfassung wurden 860 Datensätze ausgewertet, die Fragebögen waren Angang Januar zusammen mit dem Grundbesitzbescheid verschickt worden.

Zahlreiche Beteiligte

Poggemöller dankte allen, die an der Erstellung und Auswertung beteiligt waren. Der alte Mietspiegel war von 2012, den Aktualisierten hat der kaufmännische Stadtverwalter Jens Brüggemann gemeinsam mit den Vereinen Haus und Grund Ostwestfalen-Lippe und Umgebung, den Ortsvereinen Löhne und Mennighüffen, der Bau- und Siedlungsgesellschaft für den Kreis Herford, dem Mieterverein Herford, dem Verein der Haus,-Wohnungs- und Grundbesitzer und den Wirtschaftsbetrieben Löhne erarbeitet.

Wohnlage nur in Ausnahmefällen berücksichtigt

Anders als in den Vorjahren wurde der alle Baualtersklassen übergreifende Mittelwert mit einem arithmetischen Mittel bestimmt, wodurch dieser »näher an der Wahrheit läge, als bei einem rechnerischen Mittelwert«, erklärte Martina Wenzel vom Verein der Haus,-Wohnungs- und Grundbesitzer. Alle relevanten Mietwerte wurden also addiert und durch ihre Anzahl geteilt. Außerdem habe man die Werte nicht nach Ortsteilen differenziert. »Wir haben festgestellt, dass die Unterschiede nicht signifikant sind«, sagte Jens Brüggemann.

Man könne also nicht sagen »Ort ist teurer als Gohfeld«, erläuterte Klaus Oehler vom Mieterverein Herford. Brüggemann erklärte, man habe auch die Wohnlage nur in Ausnahmefällen berücksichtigt, weil diese sehr subjektiv und entsprechend unterschiedlich bewertet würde: »Wir hatten teilweise drei verschiedene Angaben zur Lage in einer Straße«.

Berücksichtigt wurden auch das Baujahr und Modernisierungen

Der Mietspiegel bezieht sich auf Wohnungen in »normaler beziehungsweise guter Wohnlage«. Berücksichtigt wurden außerdem das Baujahr und Modernisierungen. Ab 2011 wurde nicht mehr nach Wohnungsgröße differenziert, weil mit der quantitativen Erhebung keine Aussage zur Abhängigkeit zwischen der Größe und der Preisentwicklung getroffen werden konnte. Der Mietspiegel sei entscheidend für Mieterhöhungen und neue Mietfestsetzungen, sagte Martina Wenzel.

Er diene der Orientierung von Mietern und Vermietern am Markt. Sie warnte davor, sich an den Werten von Online-Portalen zu orientieren, diese seien »kein offizielles Begründungsmittel für eine Mieterhöhung«, als solches gelte nur der Mietspiegel, den die Stadt herausgebe. Erhältlich ist er im Rathaus sowie online und bei den beteiligten Vereinen.

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