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In ein paar Wochen kommt ein neuer Pelletgrill aus Löhne auf den Markt

Moesta-BBQ geht gestärkt aus der Krise

Löhne (WB). Die Mitarbeiter in Kurzarbeit, Soforthilfe beantragt, die Grillschule geschlossen – Alexander Möhle (47) und Marcel Stabenow (33) von Moesta-BBQ haben sich wie viele andere Einzelhändler gegen die Corona-Krise gewappnet. Entgegen aller Erwartungen sind die Bestellungen jedoch angestiegen. Sogar ein neues Produkt des heimischen Anbieters für Grillzubehör wird bald gelauncht.

Lydia Böhne

Der „Sheriff” ist das bisher größte und aufwändigste Projekt von Marcel Stabenow (links) und Alexander Möhle. Zweieinhalb Jahre haben die Geschäftsführer von Moesta-BBQ an der Entwicklung des Pelletgrills gefeilt. Foto: Louis Ruthe

Da die Grillschule nicht das Haupt-Steckenpferd der Barbecue-Spezialisten ist, war die Schließung noch zu verkraften. Viel schlimmer traf die Geschäftsführer die vorübergehende Ladenschließung wegen der Corona-Verordnung auf Bundesebene. „Viele unserer Kunden sind Händler, die unsere Produkte verkaufen. Wir dachten, es würde alles zusammenbrechen“, berichtet Alexander Möhle.

Bestellungen ziehen an

Doch dann die Überraschung: Die Bestellungen sind in die Höhe geschnellt. „Wir glauben, dass es damit zusammenhängt, dass viele Leute nicht in den Urlaub fahren werden und es sich deshalb im Garten schön machen. Für viele gehört da ein Grill dazu“, sagt Alexander Möhle. Die erhaltene Soforthilfe konnten die Inhaber wegen der guten Auftragslage bereits zurückzahlen. Coronabedingten Lieferschwierigkeiten konnten die Geschäftsführer aus dem Weg gehen.

„Ich habe im Januar mit unserem Mitarbeiter in Asien gesprochen, als sich die Pandemie anbahnte. Etwa 50 Prozent unserer Produkte lassen wir dort produzieren. Wir haben deshalb beschlossen, einen Bestand aufzubauen“, erläutert Alexander Möhle. Seit Mitte März ist die Produktion in Asien wieder angelaufen. „Wir würden gerne alles regional in Deutschland produzieren lassen, aber es ist eine Preisfrage für den Kunden“, ergänzt Marcel Stabenow. Als weiterer Vorteil erwies sich, dass Moesta-BBQ einst als Onlineshop gestartet ist und auch seit der Eröffnung des Stores Ende 2018 in Löhne-Ort viel über den Onlinehandel läuft.

Der „Sheriff“ ist da

Ganz neu im Sortiment ist der „Sheriff“. Etwa zweieinhalb Jahre Entwicklungszeit stecken in dem vollautomatischen Pelletgrill. Grillen, Backen, Smoken oder Barbecue – all das ist mit dem Grill möglich. Die Bedienung funktioniert über ein Display. Temperatur und Zeit können dort einfach eingegeben werden, auch das Anschließen eines Einsteckthermometers ist möglich.

„Die Temperaturregelung sorgt dafür, dass die Hitze konstant bleibt. Der Grill kann selbstständig die richtige Menge an Pellets aus der Brennkammer ziehen“, erläutert Alexander Möhle. Der „Sheriff“ kann eine Hitze bis zu 350 Grad erreichen. „Der Garraum ist doppelwandig verkleidet, um den Pelletverbrauch niedrig zu halten“, ergänzt der 47-Jährige. Weil die Bedienung am Grill so komfortabel ist, haben die Experten auf eine zusätzliche Steuerung per App über das Smartphone verzichtet.

Wo ein Sheriff, da auch ein „Bandit“

Das Bedienfeld verfügt außerdem über eine separate Smoke-Taste sowie eine Taste zum Warmhalten. „Man muss eigentlich nur einmal das Fleisch wenden, den Rest macht der Grill von allein. Perfekt auch für den Winter, wenn man nicht die ganze Zeit dabeistehen möchte“, sagt Alexander Möhle. In anderthalb Monaten soll die erste Charge des „Sheriffs“ ausgeliefert werden. Für die Barbecue-Spezialisten ist der Pelletgrill allerdings nur der erste Schritt zu einer ganzen Reihe.

Den ersten Hinweis auf ein weiteres Produkt, das bald erscheinen soll, gibt Alexander Möhle: „Wo ein ‚Sheriff‘ ist, ist auch ein ‚Bandit‘.“ Die Grillprodukte der Löhner sind inzwischen bei 70 Fachhändlern in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien erhältlich. Seit sechs Wochen ist Moesta-BBQ außerdem im Einzelhandel im Kreis Herford mit einer eigenen Theke vertreten. In acht Edeka-Märkten sowie im Marktkauf bietet der Hersteller Basisgrillzubehör an. „Wenn sich die Tendenz festigt und der Verkauf weiterhin gut angenommen wird, wollen wir den Verkauf im Einzelhandel der Märkte ausweiten“, sagt Marcel Stabenow.

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