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Mehr als 100 Besucher informieren sich am Tag der offenen Tür der Goethe-Realschule

Neue Fächer spielerisch nähergebracht

Löhne (WB). Mitmachunterricht für die Kinder, Schulbesichtigungen und unterhaltsame Auftritte von Schülern erwartete die Besucher beim Tag der offenen Tür. Die Schüler und Lehrer der Goethe-Realschule stellten ihre Schule am Samstag den kommenden Fünftklässlern vor.

Kristin Wennemacher

30 Schüler aus den Klassen fünf bis sieben der Goethe-Realschule haben beim Tag der offenen Tür am Samstag ihre selbst komponierte Schulhymne vorgestellt. Manuel Rehse hat die Aufführung in der Aule der Löhner Schule dirigiert . Zahlreiche Besucher sind der Einladung nach Gohfeld gefolgt.

Einen musikalischen Einstieg in den informativen und lehrreichen Tag gab es in der Aula vom Schulchor, der zunächst unter der Leitung von Manuel Rehse die Schulhymne vortrug. Der Chor besteht aus etwa 30 Schülern der Klassen fünf bis sieben und probt in den Mittagspausen. Auch einen Medley aus aktuellen Pop-Songs trugen die Sänger einwandfrei vor.

Von Physik bis Französisch: Kinder lernen Vielseitigkeit der Schule kennen

Das Mini-Musical „Aufgetaucht und dazugelernt“ führte zu einigen Lachern im Publikum. Ein Mann, der seit mehr als 100 Jahren eingefroren war, tauchte auf und lernte seine vielen Nachkommen kennen. Sie zeigten ihm anhand von Tanzeinlagen und Gesang, was aktuell „in“ ist.

Beim Mitmachunterricht lernten die Viertklässler ein von ihnen ausgewähltes Fach kennen: In Chemie nahmen die Kinder an einem Versuch teil und probierten die Gegenstände, die in diesem Fach eine große Rolle spielen, spielerisch aus.

In Physik wurden für die Grundschüler mehrere Stationen vorbereitet. Die drei Freundinnen Lucy, Lianne und Aylin (alle neun Jahre alt) waren vom Versuch verblüfft: Während eine Dose oben schwamm, sank eine andere auf den Boden. „Das wirkt so, als hätte die eine mehr Gewicht als die andere“, sagte Aylin erstaunt.

Neben den Naturwissenschaften bot die Realschule auch das Fach Französisch an. Das Erlernen von grundlegenden Begriffen wie „Bonjour“ oder „Au revoir“ stand auf dem Plan. Eine Besonderheit hebt die Realschule von vielen anderen ab: Seit zehn Jahren gilt das Lehrerraumprinzip.

High-Tech im Unterricht ist keine Zukunft mehr

Dort haben die Lehrer einen festen Raum, und die Schüler müssen nach fast jeder Unterrichtsstunde die Räume wechseln. Dass dieses System noch nicht bekannt ist, weiß Schulleiterin Heike Goldstein – und musste es den Eltern noch erklären: „Für sie ist es auch fremd“, sagte sie.

Auch beträgt eine Unterrichtsstunde nicht wie üblich 45 Minuten, sondern 67,5 Minuten. Das sind genau anderthalb Unterrichtsstunden. Dadurch soll der Unterricht der Ganztagsschule, die derzeit rund 400 Schüler zählt, effektiver werden. Mit neuester Technologie gestaltet die Goethe-Realschule den Unterricht: 13 Klassen sind mit Whiteboards ausgestattet, darunter sind vier so genannte Prowise-Geräte. Das sind Tafeln mit Touchscreens.

Auch Tablets werden für den Unterricht zur Verfügung gestellt. Während der Einführung in der Aula konnte der stellvertretende Schulleiter Andreas Schleef die Menge an Interessierten sehen – und war überrascht: „Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet.“

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