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Peter Orloff begeistert mit Schwarzmeer-Kosaken-Chor in St. Laurentius-Kirche in Löhne

Peter Orloff: »Musik verbindet freundschaftlich«

Löhne (WB). Im Januar war Schlagerstar Peter Orloff noch im australischen Dschungel. Am Sonntag ist er mit seinem Schwarzmeer-Kosaken-Chor jetzt bereits wieder auf der Bühne aufgetreten und hat in der katholischen Kirche St. Laurentius sein mittlerweile sechstes Löhner Konzert unter dem Titel »Das Wolgalied – total emotional« gegeben.

Natalie Lydia Meyer

Ausdrucksstark und emotional präsentiert sich Peter Orloff beim Konzert mit dem Schwarzmeer-Kosaken-Chor.

Bereits mit 14 Jahren sang Peter Orloff mit seiner herausragenden Stimme in dem Schwarzmeer-Kosaken-Chor, den sein Vater mitbegründet hatte. Als 1967 der Chor stillgelegt wurde, nahm die musikalische Karriere von Peter Orloff einen anderen Weg. Mit Schlagerhits wie »Ein Mädchen für immer« oder »Königin der Nacht« gelangen ihm zahlreiche goldene Schallplatten und eine hohe Charts-Platzierung.

Im Jahr 1993 gründete sich der Schwarzmeer-Kosaken-Chor dann neu und Peter Orloff kehrte zu seinen Wurzeln zurück. Er übernahm die Leitung und feiert in dieser Position inzwischen sein 25-jähriges Jubiläum.

Teil der Dschungelcamp-Gage gespendet

Noch bekannter dürfte Orloff kürzlich auch durch seine Teilnahme an der RTL-Show »Ich bin ein Star – holt mich hier raus« geworden sein, in der er den dritten Platz belegte. »Das Dschungelcamp war eine bereichernde Erfahrung. Ich bereue es nicht. Vor allem freue ich mich über das Kompliment der Zuschauer, dass ich König der Herzen wurde«, erzählte Peter Orloff am Sonntag am Rande des Konzertes.

Seit mehreren Jahrzehnten engagiere er sich sozial und habe deshalb auch einen Teil seiner Gage in Höhe von 40.000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt zum Aufbau von Schulen in Argentinien gespendet, berichtete Orloff seinen Zuhörern. »Es ist wichtig, anderen zu helfen und etwas zurückzugeben. Dafür habe ich gerne die Unannehmlichkeiten auf mich genommen«, sagte der 74-Jährige.

Zurück auf der Bühne hat Orloff den Löhner Fans am Sonntag ein hervorragendes Ensemble an Spitzensängern aus Russland und aus der Ukraine in Löhne präsentiert. »Musik verbindet freundschaftlich, was der Politik hoffentlich noch gelingen möge«, meinte er zu Beginn des Konzertes.

Mit einem Auszug aus der Oper »Fürst Igor« hat der Chor die freudig wartenden und zahlreich erschienenen Zuhörer dann auch begrüßt. Der junge Sopranist Igor Ischak zeigte mit seinem Solo bereits beim ersten Lied sein Ausnahmetalent. »Unsere Stimmen sind ein Geschenk von Gott und mit diesem Geschenk wollen wir ihn ehren und euch eine Freude machen«, sagte Orloff dazu.

Stehende Ovationen vom Publikum

Gemäß seinem musikalischen Konzept präsentierte sich der achtköpfige Schwarzmeer-Kosaken-Chor unter Dirigent Nasko Kirtscheff »gewaltig, mystisch und geheimnisvoll«. Das Repertoire umfasste dabei russische Volkslieder, religiöse Liturgien, klassische Lieder und Arien, darunter unter anderem »Ave Maria«, »Auf der Straße nach St. Petersburg« oder »Auf viele Jahre«.

Herzstück des Auftrittes war das Solo von Tenor Fjodor mit »Nessun Dorma« aus der Oper »Turandot«. Der ausgebildete Opernsänger überzeugte das Publikum dabei mit seiner leidenschaftlichen Stimme. Deshalb gab es vom Publikum auch stehende Ovationen für Kunitskys Auftritt. Und auch Orloffs Bariton berührte die Zuschauer immer wieder.

Musikalisch begleitet wurde der Chor von den drei Instrumentalisten Irina Kripakova mit der Domra, Slava Kripakov mit seiner Bassbalalaika und Ilya Kurtev mit dem Knopfakkordeon.

Mit etwa 200 Chorkonzerten pro Jahr ist Peter Orloff viel unterwegs und hat durchaus noch weitere musikalische Pläne. »Ich will auch wieder etwas Neues im Genre Schlager machen«, verriet Peter Orloff den Konzertbesuchern am Sonntag. Schlager-Fans können also hoffen.

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