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Ausschussmitglieder informieren sich über Umbau des Gymnasiums in Löhne

Sanierung ist auf der Zielgeraden

Löhne (WB). Die Sanierungsarbeiten am Städtischen Gymnasium Löhne (SGL) befinden sich mit dem letzten von drei Bauabschnitten auf einem guten Weg. Davon haben sich am frühen Donnerstagabend die Mitglieder des Schulausschusses überzeugen können.

Sonja Gruhn

Die Schulausschuss-Mitglieder machen sich ein Bild vom Stand der Arbeiten. Hier sind Deckenversorgungssysteme im naturwissenchaftlichen Bereich zu sehen. Foto: Sonja Gruhn

Arbeiten vor vier Jahren angelaufen

»Ziemlich genau vier Jahre ist es her, seit die Arbeiten hier begonnen haben«, sagte der Ausschussvorsitzende Wolfgang Böhm. Es dauere eben, wenn man »aus einer abgewrackten Schule Betongold machen« wolle. Die Führung durch den großen Komplex übernahm Christine Harodt, Projektleiterin der Immobilienwirtschaft der Stadt. Sie erläuterte die Vorgehensweise für die einzelnen Bauabschnitte zunächst auf einem Plan: »Die einzelnen Abschnitte befassen sich je mit einer Gebäudeseite. Erst wird die Fassade zurückgebaut, dann werden die jeweils dahinterliegenden Räume saniert.« Somit bleiben die Flure unberührt, denn die mussten schon zu Beginn erneuert werden.

»Den Brandschutz vorzuziehen war notwendig«

»Den Brandschutz dort vorzuziehen, war notwendig. Es mussten Brandmelde- und Einbruchmeldeanlagen in die Decke eingebaut werden, weil die Flure während der Bauphase immer genutzt werden können. Auch die LED-Beleuchtung wurde installiert«, sagte Harodt. Zudem war der Umbau der Verwaltung eine der ersten Maßnahmen. Im Zuge des letzten Bauabschnittes, der durch die Kälte im März etwas in Verzug geraten war, sei in den Osterferien begonnen worden, die Fassade zurückzubauen. In den Pfingstferien sollen die dahinterliegenden Klassen entkernt werden. In dem zweigeschossigen Teil des Gymnasiums, der südlich liegt, seien die Fassade und das Dach bereits fertig. Nur Fensterbänke und die Verfugung fehlten an einigen Stellen noch. Auch ein paar der Räume seien schon saniert, während andere sich noch im Bau befänden, erläuterte Harodt. Innerhalb der Sommerferien sollen die Klassenräume fertig und die groben Arbeiten erledigt sein. Restarbeiten könnten dann noch bis in den Herbst erfolgen.

Beeindruckt vom naturwissenschaftlichen Bereich

Besonders beeindruckt zeigten sich die Ausschussmitglieder von den Räumen für Naturwissenschaften. Jeweils zwei gibt es für Physik und Chemie. Drei werden für Biologie ausgestattet. Für jeden Bereich wird es zusätzlich einen Sammlungsraum geben. In den bereits sanierten Klassen sind an sogenannten hochklappbaren Medienliften Versorgungssysteme für Naturwissenschaften installiert, die die Schülerplätze beispielsweise mit Strom und teilweise mit Gas versorgen. »Sie können auch vom Lehrerplatz aus gesteuert werden, falls jemand Blödsinn macht«, sagte Harodt. Die Kosten für eine solche Anlage in einem Raum für Naturwissenschaften lägen bei 80.000 Euro, antwortete Harodt auf die Frage eines Besuchers. Zur Sicherheit gibt es dort neben einem Eimer mit Löschsand, einer Löschdecke und einem Erste-Hilfe-Kasten eine aus der Wand klappbare Augendusche.

Große Probleme habe die Stadt derzeit mit der Ausstattungsfirma für Naturwissenschaften. »In Deutschland gibt es nur zwei davon. Unsere hat derzeit Lieferprobleme«, sagte Harodt. Grund seien die Förderprogramme für Schulen. Derzeit würden viele Kommunen diese in Anspruch nehmen. Davon wolle sich Löhne aber nicht aufhalten lassen. »Wir ziehen unsere Bauzeit durch. Dann müssen wir die übrigen Räume eben erst provisorisch einrichten«, fügte Harodt hinzu.

Beamer, Whiteboards und mobile Tafeln

Die Klassenräume sind mit Beamer und Whiteboards sowie einer mobilen Tafel auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes ausgestattet. Auch eine CO

-Ampel gibt es, die anzeigt, wann gelüftet werden muss. Technische Anschlüsse sind in Leistenform in den Wänden eingelassen. Diese einheitliche Struktur ist in allen Klassenräumen zu finden, auch um die Benutzung zu erleichtern.

Die Kosten liegen laut Harodt im Rahmen der veranschlagten neun Millionen Euro. Darin enthalten sind neben der Gesamtsanierung die Umsetzung des Brandschutzes sowie die Einrichtung der Verwaltung.

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