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Perkussiongruppe »Ibb’n’Beat« begeistert 120 Konzertbesucher in der Musikschule Löhne

Schlagzeuger rocken auf Umzugskartons

Löhne (WB). »Für einen Schlagzeuger ist alles ein In­strument. Tische, Umzugskartons oder der eigene Körper – alles, was Töne macht, wenn man draufschlägt«, sagte Timon Seithel. Und genau das hat er gemeinsam mit seinem neu gegründeten Schlagzeugensemble »Ibb’n’Beat« vor 120 Konzertbesuchern am Sonntag in der Löhner Musikschule bewiesen.

Natalie Lydia Meyer

Auf Umzugskartons trommeln Silke Büscherhoff (links) Johanna Nagy und zeigen, wie gut sich auch damit Musik machen lässt. Foto: Natalie Lydia Meyer

»Klang.Kraft.Kontinente« heißt das erste Perkussion-Konzert von »Ibb’n’Beat«. Seit eineinhalb Jahren ist Timon Seithel als Schlagzeuglehrer bei der Musikschule Löhne angestellt. Das Konzert diente gleichzeitig als Vorstellung seines musikalischen Könnens und zur Motivation für andere, Schlagzeug zu erlernen. »Ich freue mich sehr, dass auch einige meiner Schüler heute da sind und ich ihnen zeigen kann, wie vielfältig Schlaginstrumente sind«, sagte Timon Seithel. Seine Bandkollegen Silke Büscherhoff sowie Johanna und Peter Nagy sind ebenfalls Schlagzeuglehrer.

Ensemble vor vier Monaten erst gegründet

Vor gerade einmal vier Monaten hat sich das Ensemble in Ibbenbüren gegründet. Der Ort der Gründung taucht als Abkürzung im Titel des Quartetts »Ibb’n’Beat« wieder auf. Erst ein Konzert hat das Ensemble vor seinem Auftritt in Löhne gegeben. Weitere Auftritte sind aber in Planung.

Mit außergewöhnlichen, harmonischen und kraftvollen Klängen durch verschiedene Schlaginstrumente haben die vier Musiker die 120 Besucher in der Löhner Musikschule am Sonntagabend überrascht und für sich begeistert. Mit Trommeln, Shakers, Drums und einer Marimba, die zur In­strumentenfamilie der Xylophone gehört, startete die Gruppe ihr erstes Lied »Ghanaia« von Mattias Schmitt. Bereits damit wurde deutlich, dass die Schlagzeuger viele afrikanische Klänge in ihrem Programm aufgreifen. Gemäß dem Konzerttitel tauchten aber auch von weiteren Kontinenten Lieder oder Melodien in dem einstündigen Programm auf. Insbesondere afrikanische und südamerikanische Klänge wurden den Besuchern geboten.

Während beim Start des Konzertes alle vier Ensemblemitglieder auf der Bühne standen, hatte beim zweiten Lied Timon Seithel als Solist an der Marimba seinen Auftritt. Bei dem Konzert wechselten somit nicht nur die Instrumente, sondern auch die Formationen zwischen Quartett, Trio und Solo.

Tische werden zu Musikinstrumenten

Neben traditionellen Perkussionsinstrumenten wie Bongos, Snare, Becken, Marimbas, großen und kleinen Trommeln sowie Drums wurden auch kurzerhand Umzugskartons zu Schlaginstrumenten umfunktioniert. Ein Höhepunkt war das Lied »Musique de Table« von dem belgischen Komponisten Thierry De Mey. Drei handelsübliche Tische wurden dabei von unten mit Mikrofonen ausgestattet, damit das Klangerlebnis für die Zuhörer nicht zu leise war. Dann starteten die Musiker Timon Seithel sowie Johanna und Peter Nagy mit einer eindrucksvollen synchronen Perkussion-Vorstellung. Gewischt, getrommelt und geklatscht entstanden dadurch abwechslungsreiche Rhythmen.

»Das Konzert hat mir gut gefallen. Es hat Spaß gemacht zu zuhören«, sagte Zuschauerin Marlene Otzen. Auch das weitere Publikum lobte mit stehenden Ovationen zum Abschluss des Konzertes den Auftritt von »Ibb’n’Beat«. Mit einer Zugabe zeigten die vier Schlagzeuger noch mal ihr musikalisches Können. »Uns hat der Auftritt auch Spaß gemacht. Wir fühlen die Musik immer beim Spielen«, meinte Timon Seithel.

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