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Briefmarken- und Münzensammler feiern »130 Jahre Elektromobilität«

Tradition trifft Zukunftsvisionen

Löhne (WB). »Wir möchten dazu anregen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen«: Der Briefmarken- und Münzen-Sammler-Verein Löhne und Umgebung (BMSV) hat den Geburtstag der Elektromobilität zum Thema seiner 17. Briefmarken- und Münzenbörse in der Werretalhalle gemacht.

Renée Trippler

Elektromobilität damals und heute: Anja Peter von der Deutschen Post und der Vereinsvorsitzende Wolfgang Blöbaum präsentieren den Plusbrief und den Sonderstempel. Foto: Renée Trippler

»Ein sehr aktuelles und auch polarisierendes Thema«

Seit 130 Jahren gibt es elektrisch betriebene Fahrzeuge. »Ein sehr aktuelles und auch polarisierendes Thema«, sagt der Vorsitzende des Sammlervereins, Wolfgang Blöbaum. »Wir möchten dazu beitragen, dass das Thema kontrovers diskutiert wird und über die verschiedenen Alternativen für Mobilität nachgedacht wird.« Der Verein wolle nicht für Elektromobilität werben, sagt Wolfgang Blöbaum, die hätte schließlich auch Schwächen. Vielmehr wolle man dazu beitragen, dass ein »neuer Mittelweg« gefunden werde. Denn das Hobby der Sammler würde oftmals verkannt. »Wir kleben nicht nur Marken in Alben. Man beschäftigt sich mit den Geschichten hinter den Bildern«, erklärt Blöbaum.

Umschläge zunächst auf 250 Stück beschränkt

Für die Sammler in der Werretalhalle ging es vor allem um die Briefmarke beziehungsweise den Sonderstempel. Anlässlich der vergangenen 130 Jahre Elektromobilitätsgeschichte hat der Verein einen Briefumschlag mit besonderem Druck, den Plusbrief individuell, entwickelt, auf den auch die Briefmarke aufgedruckt ist. Der Druck auf dem Umschlag, die Briefmarke und der Sonderstempel stellen den Zeitbogen vom ersten Elektrofahrzeug 1888 bis heute dar. Die Umschläge seien zunächst auf 250 Stück begrenzt, sagt Wolfgang Blöbaum. Bei der Tauschbörse gab es aber noch viel mehr zu sehen und zu stöbern: Sammler und Händler aus ganz Deutschland kamen auf der Suche nach Schätzen nach Löhne. »Es geht mittlerweile verstärkt nicht mehr nur um die Marken, sondern um so genannte Belege. Also Briefe oder Karten, die tatsächlich verschickt wurden.

»Es gibt zum Beispiel Portostufen, die nur ein paar Wochen gültig waren«

Diese sammelt auch Alexander Dahl. Der Journalist war extra aus der Nähe von Nienburg angereist, auf der Suche nach historisch interessanten Bedarfsbriefen. »Das ist dann nicht nur eine bunte Marke, sondern ein Stück Geschichte«, erzählt er. Diese Art des Sammelns nennt sich »Social Philatelie«. Am Stand von Matthias Held wurde er fündig: Der Antiquitätenhändler aus Bad Oeynhausen hatte ein breites Angebot von Briefmarken bis hin zu »Belegen« wie Briefen und Ansichtskarten. Er sagt: »Die Seltenheit ist das, worauf es ankommt.« Für besonders seltene Briefe und Marken zahlten Sammler teilweise dreistellige Beträge. »Es gibt zum Beispiel Portostufen, die nur ein paar Wochen gültig waren«, erklärt Wolfgang Blöbaum. Solche Dinge machten den Wert der Stücke aus.

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