Versorgungssituation im Mühlenkreis ist tagesaktuell im Internet zu finden

Trinkwasserampel ist wieder in Betrieb

Bad Oeynhausen/Lö...

Der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Am Wiehen nimmt die bekannte Trinkwasserampel wieder in Betrieb. Mit diesem Instrument konnten sich die Bürger in den Verbandskommunen Bad Oeynhausen, Löhne, Hüllhorst und Hille bereits in den Vorjahren täglich online über die aktuelle Trinkwassersituation in ihrer Region informieren.

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Durch die Inbetriebnahme des neuen Hochbehälters in Bergkirchen kann der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen seinen Trinkwasserpuffer von zuvor 7250 Kubikmetern auf 17.250 Kubikmeter mehr als verdoppeln. Foto: Malte Samtenschnieder

Der WBV Am Wiehen ist zuversichtlich, die Trinkwasserampel auch in diesem Jahr nicht auf Rot stellen zu müssen. Grund für die Erwartung ist vor allem der vor wenigen Tagen in Betrieb genommene Hochbehälter in Bergkirchen. Dieser gibt dem WBV Am Wiehen noch mehr Möglichkeiten zum Ausgleich hoher Verbrauchsmengen durch Zwischenspeichern von Trinkwasser.

Statt wie zuvor 7250 Kubikmeter können nun bis zu 17.250 Kubikmeter frisches Trinkwasser gespeichert und so Versorgungsspitzen abgefangen werden. „Wir haben daher die große Hoffnung, die Ampel in diesem Jahr noch seltener auf Gelb stellen zu müssen“, sagt Bernd Poggemöller. Der Löhner Bürgermeister ist zugleich Vorsteher des WBV Am Wiehen. Bernd Poggemöller: „Eine Garantie dafür können wir jedoch nicht geben. Wir haben schließlich nicht mehr Wasser zur Verfügung, nur einen größeren Puffer.“ Sehr wesentlich sei das verantwortungsvolle Verhalten der Bevölkerung.

Die große Ungewissheit bleibt für die Wasserfachleute wie üblich das Wetter. Denn niemand kann voraussehen, ob es erneut einen extrem heißen und trockenen Sommer gibt. Zudem ist zu erwarten, dass aufgrund von Corona wieder viele Menschen ihren Urlaub zuhause verbringen.

„Wir haben im vergangenen Jahr den Trend erlebt, dass viele auf eine Urlaubsreise verzichtet haben und stattdessen einen Gartenpool für den Sommer gekauft und mit Wasser befüllt haben. Wir können das sehr gut verstehen“, sagt Lars Bökenkröger. Der Bürgermeister von Bad Oeynhausen ist zugleich stellvertretender Vorsteher des WBV Am Wiehen. Lars Bökenkröger: „Wir raten allerdings allen, ihre Pools bereits vor einer Hitzeperiode frühzeitig zu befüllen. So fällt die Belastung für das Wassernetz so klein wie möglich aus.“

Im Jahr 2020 hat bereits alles gut geklappt

2020 hat das nach Angaben des WBV Am Wiehen bereits gut geklappt. Im vergangenen Jahr musste die Trinkwasserampel nicht ein einziges Mal auf Rot gestellt werden. Die Ampel war allerdings an 20 Tagen auf Gelb geschaltet, weil an 15 Tagen der Wasserstand in den verschiedenen Kammern des Hochbehälters in Bergkirchen unter die kritische Drei-Meter-Marke gesunken war. „Auch wenn wir den dritten Dürresommer in Folge erlebt haben, so hatten wir immer eine gute Versorgungssituation. Das ist wohl auch ein Verdienst der Bürger, die mit ihrem Verhalten tatkräftig mitgeholfen haben“, sagt Hilles Bürgermeister Michael Schweiß.

Sein Amtskollege aus Hüllhorst, Michael Kasche, ergänzt: „Wir werden uns auf dem Erfolg allerdings nicht ausruhen und weiter Abläufe optimieren, Trinkwasserbrunnen modernisieren und Kooperationen mit benachbarten Wasserversorgern intensivieren, damit die Ampel irgendwann dauerhaft auf Grün stehen kann.“

Die Trinkwasserampel ist auf den Internetseiten der jeweiligen Trinkwasserversorger zu finden.

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