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Delegation der Bundesstiftung Baukultur besucht Löhne – Vereinsvorsitzender Günter Willig informiert

„Unsere Stadt hat im Bahnhof ihre Wurzeln“

Löhne

Mitglieder der Baukulturwerkstatt der gleichnamigen Bundesstiftung haben den Bahnhof in Löhne besichtigt.

Von Gabriela Peschke

Der Löhner Bahnhof wird in den kommenden Jahren umgestaltet. Er wird als kulturelles Begegnungszentrum, einem sogenannten Dritten Ort, genutzt. Foto: Dominik Rose

Zum Thema Umbaukultur verschafften sie sich im Plenum und in Gruppenführungen einen Eindruck, wie ein Teil des historischen Bahnhofsgebäudes als sogenannter Dritter Ort umgestaltet wird.

Ziel der Exkursion in die Werrestadt war, so Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Anregungen zu gewinnen, wie man alte Bauprojekte in die Zukunft überführen könne.

„Wir danken der Stadt Löhne und dem Verein ‚Löhne umsteigen – der Bahnhof‘ für die Gastfreundschaft und die Bereitschaft, Umbau statt Abriss am gelungenen Vorhaben zu studieren“, sagte der Architekt weiter.

Projektfilm präsentiert

Auch André Wagner vom Regionale-Team Ostwestfalen begrüßte die Anwesenden, die neben dem Bahnhof auch die ISEK-Projekte an der Werre besichtigen wollten. Er betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner Bundesstiftung Baukultur und dankte für das Interesse der Werkstatt-Gruppe.

Für den Verein „Löhne umsteigen – der Bahnhof e.V.“ nutzte der Vorsitzende Günter Willig die Gelegenheit, die Anwesenden mit dem Projektfilm vertraut zu machen. „Unsere Stadt hat im Bahnhof ihre Wurzeln“, sagte er und erläuterte die vergangene Bedeutung des Umsteigebahnhofs für die Eisenbahngesellschaften Köln-Minden und Hannover.

Die Teilnehmenden der Baukulturwerkstatt der Bundesstiftung Baukultur erleben im ehemaligen Wartesaal unter anderem die Filmvorführung zum Projekt "Dritter Ort". Foto: Gabriela Peschke

„Mit unserem Vorhaben, den Bahnhof als Dritten Ort zu etablieren, möchten wir vor allem der Löhner Bürgerschaft eine Begegnungsstätte bieten, die nachhaltig ist und Zukunft hat“, führte er aus. Willig erläuterte den Anwesenden die derzeit laufende Testphase, bei der Angebote für Reisende genauso erprobt werden wie kulturelle Veranstaltungen oder neue Nutzungsformen der städtischen Bücherei.

Willig wies darauf hin, dass alle bisherigen Umbauten vom Verein finanziert worden sind. Die Stadt, die offiziell Besitzerin des Bahnhofs ist, habe bisher keine Investitionen geleistet.

Wettbewerb läuft derzeit

Löhnes Baudezernent Ulrich Niemeyer betonte die seit den Projektanfängen 2014 gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Verein. „Wir haben vor kurzem für die vorhandene Nutzfläche von gut 1500 Quadratmetern einen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben und hoffen auf zahlreiche kreative Vorschläge, wie der Platz multifunktional genutzt werden kann“, sagte der Verwaltungsfachmann.

Aus mehr als 200 Interessenten-Anfragen habe man rund 20 Planungsbüros ausgewählt. Im April soll eine Jury die eingereichten Vorschläge auswerten, eine geplante öffentliche Ausstellung wird die Bürger an den Ideen teilhaben lassen.

Christine Harodt, Amtsleiterin Immobilienwirtschaft, hatte im Anschluss an einen kurzen Austausch noch eine Führung durch die Räumlichkeiten eingeplant, darunter eine Besichtigung des Ost- und Westflügels sowie des Auswanderersaals.

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