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Stadt Löhne gibt nach Versorgungsengpässen im Sommer Entwarnung

Verfügbares Wasser deckt Bedarf

Löhne/Bad Oeynhausen  (WB/mcs). Im Frühsommer gemeldete Probleme bei der Trinkwasserversorgung im Gebiet des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Am Wiehen sind erst mal vom Tisch. Das hat die Stadt Löhne am Mittwoch schriftlich mitgeteilt.

Nach den Wasserengpässen im Frühsommer geben die Verantwortlichen des Wasserbeschaffungsverbandes am Wiehen jetzt Entwarnung. Foto: Peter Wetzel/pixelio.de

In den Monaten Mai und Juni hatte eine Heißwetterperiode Versorgungsprobleme beim WBV Am Wiehen verursacht. Außer den Städten Löhne und Bad Oeynhausen gehört insbesondere auch die Gemeinde Hüllhorst zum Verbandsgebiet. Ein höherer Wasserverbrauch während der Hitzephase hatte einen täglichen Spitzenverbrauch von bis zu 18.000 Kubikmetern Wasser gegenüber dem normalen Tagesverbrauch von gegenwärtig 13.000 bis 15.000 Kubikmetern Wasser ausgelöst.

Diese Verbrauchsspitzen konnte der WBV Am Wiehen aus eigener Kraft kaum auffangen. Vor allem mit Hilfe des Wasserbeschaffungsverbandes Herford-West konnte der Bedarf gedeckt werden. Ohne das zusätzliche Wasser hätten die Wasserhähne speziell in Löhne und Bad Oeynhausen kein Wasser mehr hergegeben.

WBV Herford-West liefert zusätzliches Wasser

»In einem Gespräch mit der Bezirksregierung wurde die Basis für erhöhte Wasserlieferungen vom WBV Herford-West und dem Verbund Preußisch-Oldendorf geschaffen, um die Fehlmenge auf das Jahr verteilt auszugleichen«, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Löhne. Die Gefahr, dass Tagesspitzenverbräuche zum Versiegen der Wasserhähne hätten führen können, habe die Verantwortlichen während des gesamten Sommers beschäftigt. Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk hätten sich frühzeitig mit der Stadt um ein Notfallkonzept für den Ernstfall gekümmert und waren laut Stadtverwaltung gut vorbereitet.

»Ich danke alle Beteiligten für ihre Unterstützung. Die Gewissheit, im Notfall auf eine solche Bündelung von Erfahrung und Engagement zurückgreifen zu können, war eine große Beruhigung für uns alle«, sagt Bürgermeister Bernd Poggemöller. Auch das besonnene Verhalten vieler Bürger, die sich an seinen Appell gehalten hätten, Wasser zu sparen und eben nicht Rasen und Blumen mit Trinkwasser zu sprengen oder Pools zu befüllen, habe geholfen, die Engpasssituation zu meistern, ist sich Bernd Poggemöller sicher.

Fehlmenge liegt 2017 bei 400.000 Kubikmetern

Der gegenwärtig anfallende Tagesnormalbedarf wird nach Angaben der Stadt Löhne vom Wasserwerk Südhemmern in Verbindung mit dem Fremdbezug vom WBV Herford-West und von den Stadtwerken Minden gedeckt. Der von den Stadtwerken Bad Oeynhausen im vergangenen Jahr für 2017 gemeldete Gesamtbezug betrage etwa 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser. Er werde sich aber voraussichtlich um bis zu 400.000 Kubikmeter auf 2,1 Millionen Kubikmeter Wasser erhöhen.

Probleme sind nach Angaben der Stadt Löhne wieder zu erwarten, sobald bei einer nächsten Heißwetterperiode der Spitzenverbrauch zu decken ist. Möglichkeiten zur Deckung dieser Spitzen sollen bei der Vorstands- und Verbandsversammlung des WBV Am Wiehen am Dienstag, 26. September, erörtert werden.

Kein Kommentar zu Trinkwasserenthärtung für WBV

Ob er sich eine zentrale Trinkwasserenthärtung für den gesamten WBV Am Wiehen vorstellen könnte, sofern ein Ratsbürgerentscheid an diesem Sonntag den Stadtwerken Bad Oeynhausen ein Mandat zur Errichtung einer zentralen Trinkwasserenthärtung in der Kurstadt erteilte, wollte Bürgermeister Bernd Poggemöller, der Zugleich Vorsteher des WBV Am Wiehen ist, am Mittwoch nicht sagen. Wie exklusiv berichtet, will Stadtwerkevorstand Andreas Schwarze diesbezüglich – ein entsprechendes Votum am Sonntag vorausgesetzt – mit den anderen Kommunen im WBV Am Wiehen das Gespräch suchen.

Er werde sich erst nach der Verbandsversammlung zu diesem Thema äußern, sagte Bernd Poggemöller am Mittwoch auf Anfrage dieser Zeitung.

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