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Förderverein Radverkehr Löhne gegründet – St art mit 25 Mitgliedern

Vermittler auf zwei Rädern

Löhne (WB). Die Infrastruktur für den Radverkehr in Löhne wird immer intensiver diskutiert, besonders auch mit Blick auf die Häger Straße. Vier Löhner haben jetzt einen Verein gegründet, der sich die Förderung des Radverkehrs auf die Fahne geschrieben hat. Sie wollen zwischen Bürgerinteressen und der Politik vermitteln.

Louis Ruthe

Sie wollen den Radverkehr in Löhne sicherer machen (von links): Kurt Begemann, Georg Hofemann, Klaus Schroeder und Ernst Beimel. Zur Gründung des Vereins haben 25 Mitglieder ihren Beitritt erklärt. Auch die Häger Straße wird innerhalb des Vereins in den kommenden Wochen ein Thema sein. Foto: Louis Ruthe

»Wir wollen den Radlern in Löhne ein Stimme geben. Eine Stimme, die auch im Rat der Stadt Gehör findet«, sagt Kurt Begemann, erster Vorsitzender. Der neue Verein soll als Vermittler zwischen Bürgern und Politik fungieren.

»Vereinfacht gesagt möchten wir in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass der Radverkehr in Löhne sicherer wird«, sagt Kurt Bergemann: »Ohne Angst müsse es doch möglich sein, in Löhne mit dem Rad von A nach B zu kommen.« Der neue Vorstand bestünde zwar aus drei Männern, die über 70 Jahre alt seien, das durchschnittliche Alter der Mitglieder sei jedoch wesentlich geringer.

Der Verein soll keine ADFC-Konkurrenz sein

Kommentar von Louis Ruthe

Mit dem Rad durch Löhne zu fahren, ist stellenweise kein Zuckerschlecken. Radwege die auf Hauptverkehrsstraßen enden, oder so marode sind, dass sie zur Gefahr werden, darf es in Zukunft nicht mehr geben. Der Förderverein Radverkehr möchte sich dieser Aufgabe jetzt annehmen. Das ist gut. Das ist vorbildlich. Für eine bessere Infrastruktur für Radfahrer bedarf es aber noch mehr. Das Zusammenspiel mit der Politik muss funktionieren. Gemeinsam kann eine Verbesserung für Radfahrererreicht werden.

»Bei der Gründung des Vereins haben wir 25 gültige Beitrittserklärungen erhalten«, sagt Klaus Schröder, zweiter Vorsitzender. Den Vorstand komplett macht Ernst Beimel als Schatzmeister. Alle drei Vorstandsmitglieder sind mit 24 Ja-Stimmen sowie einer Enthaltung gewählt worden.

Die Idee für einen Löhner Verein für Radfahrer hat Georg Hofemann, Löhner Ortsgruppensprecher des ADFC-Kreisverbandes Herford, gehabt. »Die Ortsgruppen im Kreisverband sind keine rechtlich selbstständigen Vereine«, berichtet Georg Hofemann.

Deshalb sein Spenden, die auf Feierabendtouren und sonstigen Fahrten der ADFC-Ortsgruppe Löhne gesammelt wurden, immer in den großen Topf des Kreisverbandes geflossen. »Etwas auf lokaler Ebene mit den Spendengeldern zu machen, war somit unmöglich«, sagt Hofemann. Für viele Mitglieder sei dies nicht vermittelbar gewesen.

Für die Gründer des neuen Vereins ist es jedoch wichtig zu erwähnen, dass der Förderverein Radverkehr keinesfalls in Konkurrenz mit dem ADFC stehe. »Wir verstehen uns als ein komplementärer Verein zur Stärkung des Radverkehrs in Löhne«, sagt Georg Hofemann. Der vor allem Spendengelder zweckgebunden einsetzen könne.

Hat der Verein künftig die Häger Straße als Projekt?

»Unser Verein muss Stimmung erzeugen und vor allem Prioritäten zur Sicherung des Radverkehrs setzen«, sagt Kurt Begemann. Er selbst nutzt gerne das Rad, um aus Gohfeld nach Löhne oder Bad Oeynhausen zu fahren. »Dabei muss ich jedoch die Fahrt über einen Flickenteppich an Infrastruktur auf mich nehmen«, sagt Kurt Begemann.

»Zwei Projekte sind beim Gründungstreffen vor gut zwei Wochen vorgeschlagen worden«, sagt Georg Hofemann. Darunter das derzeitige Dauerthema, ein Bürgerradweg entlang der Häger Straße. »Das ist natürlich ein Vorhaben, das zu diesem Zeitpunkt für den Verein nicht leistbar ist«, sagt Hofemann. Denn der Verein habe keinen großen Geldgeber im Rücken, der einen Bürgerradweg stemmen könne.

Als kleineres Projekt möchte sich der Förderverein der maroden Radabstellanlage am Freibad Löhne annehmen. »Dort gilt es, die verschiedensten Interessensgruppen zusammenzubringen, um etwas zu erreichen«. Derzeit sammle der Verein Vorschläge von seinen Mitglieder.

Die nächste Versammlung ist im Dezember geplant

Die Ideen und Vorschläge will der Vorstand dann in der kommenden Sitzung am 5. Dezember diskutieren und gemeinsam mit den Mitgliedern priorisieren. Um 18.30 Uhr treffen sich die Mitglieder sowie Interessierte in der Gaststätte Rondinella, Wibbel-straße 20, in Löhne-Gohfeld. Weiteres Thema wird die Idee zu einem Stand beim Winterzauber auf dem Findeisenplatz sein.

»Und dann müssen wir uns irgendwann auch damit beschäftigen, eine Internetseite an den Start zu bekommen«, sagt Georg Hofemann. Es gibt also noch viel Arbeit für die Vereinsgründer.

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