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Die Stadt sucht wieder Bundesfreiwilligendienstler für die Kinder- und Jugendarbeit

Wer will Bufdi in Löhne werden?

Löhne (WB). Was kommt eigentlich nach dem Abitur? Nicht jeder weiß sofort, welche berufliche Richtung er einschlagen möchte. Oft hilft ein Bundesfreiwilligenjahr, um erste Erfahrungen zu sammeln oder Zeit zu überbrücken. Jetzt bietet sich die Chance: Die Stadt Löhne sucht zum 1. August junge Menschen, die Lust haben, ihren Bundesfreiwilligendienst zum Beispiel in der Kinder- und Jugendarbeit zu absolvieren.

Lydia Böhne

Christiane Stelter (Leiterin der Jugendkunstschule, von links), Anke Niemeyer (Internationale Kindergruppen), Barbara Lübbert (Leiterin des Jugendzentrums Riff) und Dirk Markgraf (Leiter des Stadtteilzentrums Raps in Mennighüffen) suchen zum 1. August neue Bundesfreiwillige, wenn die Bufdis Angelina Abazi, Michael Walter und Enes Yaman im nächsten Sommer die Kinder- und Jugendeinrichtungen verlassen werden. Foto: Lydia Böhne

Zur Auswahl für den zwölfmonatigen Bundesfreiwilligendienst stehen sieben städtische Einrichtungen: das Amt für Planung und Umwelt, das Migrationsbüro, das Stadtteilzentrum Raps, das Kinder- und Jugendzentrum Riff, die Offene Ganztagsschule sowie die Jugendkunstschule (JKS) und die Internationalen Kindergruppen (Inkis), die sich einen sogenannten Bufdi teilen. Die jungen Erwachsenen erwartet ein Arbeitsumfang von 39 Stunden die Woche.

Es gibt auch ein Taschengeld

Es gibt vier Wochen Begleitseminare, die intern und extern im Bildungszentrum in Bad Oeynhausen ausgerichtet werden. Die Inhalte sind unter anderem ein Fahrsicherheitstraining, eine Hygieneschulung, Erste Hilfe, Informationen zur Arbeitspflicht und der politischen Bildung. Die Bufdis erhalten ein Taschengeld sowie eine Pauschale. Für die Bewerbung, die ab sofort möglich ist, ist ein Führerschein der Klasse B erforderlich.

„Es wäre schön, wenn die Bewerber Interesse an anderen Menschen, eine gewisse Offenheit und Kontaktfreudigkeit mitbringen würden. Alles andere können wir den Jugendlichen beibringen“, ergänzt Barbara Lübbert, Leiterin des Jugendzentrums Riff.

Angelina Abazi hat 2019 ihr Abitur gemacht. Weil sie ihren Traumberuf bei der Polizei nicht sofort ergreifen konnte, hat sie sich als Bufdi beworben, um die Wartezeit von einem Jahr zu überbrücken. Ihre Arbeit im Riff beschreibt die 20-Jährige so: „Ich betreue fast jeden Tag Kindergruppen, die ich selbst vorbereite, indem ich beispielsweise Bastelmaterial einkaufe.“ Außerdem nimmt die Hüllhorsterin Anmeldungen für die Ferienspiele an oder organisiert eigenständig Ausflüge.

Mitarbeiten und mitgestalten

„Die Aufgaben unterteilen sich in Organisation und Vorbereitung. Die Bufdis können aber auch selber mitarbeiten und gestalten“, erläutert Barbara Lübbert. Auf einem Stundenplan sind Aufgaben notiert, die entweder täglich, wöchentlich oder monatlich erledigt werden müssen. „Angelina ist die gute Seele des Hauses. Die Mitarbeiter arbeiten in Teilzeit, daher hält sie hier oftmals die Stellung, wenn wir nicht da sind“, fügt Barbara Lübbert hinzu.

Den jungen Erwachsenen werde bewusst viel Verantwortung zugesprochen, um sie selbstständiger zu machen. Das schätzt auch Michael Walter an seiner Bufdi-Stelle, die er zur Hälfte in der JKS und bei den Inkis verbringt. „Es steckt ein gewisser Anspruch hinter den Aufgaben, so dass ich mich als Teil des Teams fühle“, berichtet der 19-Jährige.

Seine Angst, dass ihm als Bufdi nur niedere Aufgaben zugeteilt werden würden, hat sich nicht bestätigt. „Bei der JKS geht es eher um den kreativen Bereich. Ich gestalte Projekte mit, bereite Requisiten vor und arbeite mit Nachmittags- oder Schulgruppen zusammen“, berichtet Michael Walter. „Bei den Inkis bin ich mehr für Büroarbeiten zuständig. Ich finde diese Vielfalt toll“, ergänzt der Lübbecker.

Auch die Verantwortlichen und die Einrichtungen profitieren von der Unterstützung: „Sie sind eine Entlastung. Außerdem ist es erfrischend, wenn ein junger Mensch ins Team kommt, der mal anders denkt“, sagt JKS-Leiterin Christiane Stelter. Um die Neuen nicht ins kalte Wasser zu schubsen, wollen Angelina Abazi und Michael Walter ihre Nachfolger in den ersten Tagen begleiten. Das Riff bietet außerdem einen Schnuppertag an.

Bewerbungen nimmt Sylke Kiel entgegen. Bei der Mitarbeiterin der Stadt Löhne gibt es auch weitere Informationen unter der Rufnummer 05732/100253 oder aber per Mail an die Adresse s.kiel@loehne.de.

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