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Naturnahe Gestaltung des Flusses wird konkreter: Löhner Politiker erinnern an die lange Vorgeschichte

„Wie oft waren wir an der Werre?“

Löhne/Bad Oeynhausen

Die naturnahe Gestaltung der Werre in Löhne und Bad Oeynhausen soll bis 2028 abgeschlossen sein. Die ersten Bauarbeiten werden voraussichtlich in zwei Jahren beginnen. Diese Aussagen der Stadtverwaltung haben vor allem bei vielen langgedienten Politikern im Löhner Planungs- und Umweltausschuss für viel Freude gesorgt.

Dominik Rose

Seit vielen, vielen Jahren beschäftigen sich die Städte Löhne und Bad Oeynhausen mit der naturnahen Gestaltung der Werre. Die Arbeiten am Fluss sollen 2023 beginnen. Foto:

„Wie oft waren wir an der Werre und im Siel?“, erinnerte CDU-Fraktionsvorsitzender Horst-Martin Büttner an die lange und bisweilen vertrackte und schwierige Vorgeschichte. Auch zwischen den beiden Städten sei nicht immer alles rund gelaufen. Es habe sich im Laufe der Zeit aber zum Guten für Löhne und Bad Oeynhausen gewendet.

SPD-Fraktionschef Wolfgang Böhm fügte hinzu: „Vor 23 Jahren haben wir uns erstmals mit dem Thema beschäftigt.“ Jetzt gebe es keine Diskussionen mehr, sondern nur noch Fortschritte: „Wir warten seit Jahrzehnten auf Lösungen. Nun geht es voran. Und wie! Das ist ein echter Meilenstein für Löhne und Bad Oeynhausen.“

Die Städte planen gemeinsam, die Werre naturnah umzugestalten. Das Gesamtprojekt erstreckt sich in Fließrichtung von der Brücke der Albert-Schweitzer-Straße in Löhne bei Fluss-Kilometer 9,0 über einen Gewässerabschnitt von etwa 4,9 Kilometer Länge bis zur Mündung des Kaarbaches in Bad Oeynhausen bei Flusskilometer 4,1. Im Jahr 2020 hat das Ingenieurbüro Klein das „Konzept zur naturnahen Umgestaltung der Werre einschließlich Sielwehr“ vorgelegt, in dem die Einzelmaßnahmen des Gesamtprojektes beschrieben werden.

Das Konzept wurde mit den zuständigen Stellen der Kreise Minden-Lübbecke und Herford sowie der Bezirksregierung Detmold abgestimmt. Letztgenannte weist darauf hin, dass Fördermittel nur bewilligt werden, wenn die gesamte Maßnahme umgesetzt wird. Der zweite Bauabschnitt vom Werreknie nahe der Stadtgrenze flussaufwärts bis zur Albert-Schweitzer-Straße ist allein von der Stadt Löhne zu realisieren. Hier sollte laut Verwaltung jetzt mit der Vorplanung begonnen werden.

Für den I. Bauabschnitt von der Kaarbachmündung bis zum Werreknie ist das Ingenieurbüro Klein aus Warstein von der Stadt Bad Oeynhausen mit der Genehmigungsplanung beauftragt worden. Damit wird das Einleiten des Planfeststellungsverfahrens für diesen Bereich einschließlich Umbau des Sielwehres bis Ende 2021 angestrebt.

Mit ersten Bauarbeiten könne ab 2023 gerechnet werden, teilt die Stadt Löhne in der Sitzungsvorlage mit. Die Gesamtmaßnahme soll im Laufe des Jahres 2028 abgeschlossen sein.

Für die Vorplanung des II. Bauabschnitts wird es aufgrund der Größe und des Umfanges der zu vergebenden Leistungen mit geschätzten Baukosten von rund 13 Millionen Euro (netto) eine europaweite Ausschreibung geben. Die Stadt rechnet für den Prozess von der Veröffentlichung bis zur Vergabe mit einem Zeitraum von vier bis fünf Monaten. Die Verwaltung soll „dem punktbesten Bieter“ den Auftrag erteilen. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Löhner Planungs- und Umweltausschusses einstimmig.

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