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Mehr als 100 Menschen demonstrieren in Löhne gegen den Krieg

„Wir stehen hinter der Ukraine“

Löhne

Mehr als 100 Menschen haben sich am Freitagabend auf dem Findeisen-Platz in Löhne versammelt, um ein Zeichen gegen den Angriffskrieg in der Ukraine zu setzen.

Von Kristin Wennemacher

An der etwa einstündigen Kundgebung auf dem Findeisen-Platz in Löhne haben am Freitagabend mehr als 100 Menschen teilgenommen und damit ihre Solidarität mit der Ukraine gezeigt. Foto: Kristin Wennemacher

Veranstaltet wurde die Aktion von der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen Ostwestfalen-Lippe“ (DFG-VK OWL) unter dem Motto „Die Waffen nieder – Nein zum Krieg“.

Manche hielten eine Flagge mit einer weißen Friedenstaube in die Höhe, andere zeigten mit Schals in blau-gelber Farbe ihre Solidarität. Vereinzelt wehten auch Ballons in diesen Farben.

Jenny Brinkmann und ihre Tochter Maja zeigten zusätzlich sogar auf ihren Masken und mit ihren beiden Mänteln in Kombination die ukrainische Flagge. „Wir möchten einfach ein Zeichen setzen“, sagte die Löhnerin.

Jenny Brinkmann (links) ist mit ihrer Tochter Maja bei der Friedensdemo, um ein Zeichen zu setzen. Foto: Kristin Wennemacher

Die Kundgebung begann mit Liedern wie „Imagine“ von John Lennon, gefolgt von „Hiroshima“ von „Wishful Thinking“ – beides Lieder, die zum Nachdenken anregten. Als den „schwärzesten Tag in Europa“ seit sehr langer Zeit bezeichnete Bürgermeister Bernd Poggemöller den 24. Februar 2022 – der Tag, an dem die russische Armee die Ukraine angriff.

„Ich bin unglaublich beeindruckt von dem Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer“, sagte er und fügte hinzu: „Jetzt ist die Zeit gekommen für Hilfe und Unterstützung. Und wir sind dafür bereit.“

Dazu zähle unter anderem die Zurverfügungstellung von Unterkünften. Daher forderte er die Teilnehmenden auf, der Stadt Löhne bei Möglichkeit eigene leerstehende Wohnräume anzubieten.

Rolf Reinert ist seit 47 Jahren Mitglied bei der DFG-VK OWL und stellte am Freitag als Veranstalter der Kundgebung seine Ansicht dar, die er seit dem Vietnamkrieg hat: „Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.“

Dazu forderte er die Teilnehmenden auf, mit dem Protest gegen den Krieg in der Ukraine weiterzumachen. „Zeigt Kriegstreibern die rote Karte, auch wenn sie es nicht hören.“

Mit selbst gestalteten Plakaten sind das Ehepaar Monica und Andreas Sikner (links) und die Familie Carola Schröder, Phöbe Schröder und Olaf Schröder dabei. Foto: Kristin Wennemacher

„Wir stehen hinter der ­Ukraine“, machte Friedel Böhse, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Kreis Herford, deutlich. Er forderte den Abzug der russischen Armee aus der Ukraine und die territoriale Wiederherstellung. Zudem müsse die „Politik des Dialogs“ zurückkehren. Denn: „Deeskalation ist das Gebot der Stunde.“

Diese Meinung teilt auch Egon Schewe, Löhnes stellvertretender Bürgermeister. „Es gibt für den Angriff keine Begründung oder Rechtfertigung“, sagte er.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

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