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Gemeinde, Anlieger und örtliche Vereine feiern gemeinsam an Simeonkirche in Löhne-Gohfeld

Zweiter Hüttenzauber kommt gut an

Löhne-Gohfeld (WB). Sieben Hütten plus Jurte und Bräterei sowie eine Veranstaltungsbühne haben das Gelände an der Simeonkirche über zwei Tage in einen kleinen Weihnachtsmarkt verwandelt. „Und zwar in einen nachhaltigen“, betonte Mitorganisator Patrick Schirrmacher.

Gabriela Peschke

Verkaufen beim Gohfelder Hüttenzauber „nachhaltigen Punsch und Glühwein“: Ole Hansen (von links), Elke Simon und Marion Nieburg vom TuS Gohfeld. Foto: Gabriela Peschke

„Wir wollten etwas für unseren Ortsteil tun, und alle sollten sich eingeladen fühlen“, erinnerte Patrick Schirrmacher an die Ursprungsidee. So entstand im vergangenen Jahr der erste Hüttenzauber als Gemeinschaftsprojekt vieler Vereine. „Wir sind überrascht, wie gut die Veranstaltung auch in diesem Jahr angenommen wird – trotz des Regenwetters“, fügte Schirrmacher hinzu. Beteiligt waren auch diesmal unter anderem der Fußballverein FC Löhne-Gohfeld und der örtlichen Turn- und Sportverein, der Turnverein FAW Melbergen, der Förderverein der Grundschule und der Simeonkindergarten sowie der CVJM und die Feuerwehr.

Mehr als 100 Helfer sind hinter den Kulissen aktiv

Hinter den Kulissen hätten zudem mehr als 100 Helfer dafür gesorgt, dass am Freitag und Samstag ein abwechslungsreiches Programm angeboten werden konnte, sagte Schirrmacher weiter. „Das Abendprogramm, unter anderem mit dem Berliner Musiker Kroner, war ein voller Erfolg. Die Leute standen gemütlich zusammen bei einem Glühwein und haben das Flair genossen“, bilanzierte er im Rückblick.

Auch am Samstag waren wieder zahlreiche Besucher erschienen, als um 13 Uhr der Chor der Grundschule Melbergen unter der Leitung von Musiklehrerin Anna-Lena Wehrmann musikalisch für Weihnachtsstimmung sorgte. Die 25 Kinder aus dem zweiten bis vierten Schuljahr überraschten mit bekannten Weihnachtsmelodien, hatten aber auch englisches Liedgut vorbereitet.

Nach dem musikalischen Auftakt duftete es bereits aus einzelnen Hütten: Ole Hansen, Elke Simon und Marion Nieburg vom TUS Gohfeld warteten mit würzigem Glühwein auf ihre Kunden. Das Besondere daran: „Wir verwenden keine Tetra-Packs. Unseren Glühwein haben wir im Fass eingekauft“, erläuterte Elke Simon. Und in einem kleinen grünen Plastikfässchen direkt auf der Theke der Hütte wurde das beliebte Heißgetränk erwärmt – als weißer oder roter Glühwein, je nach Geschmack. Der Kinderpunsch kam in Glasflaschen, die Weitergabe erfolgte im eigenen „Hütten-Becher“ gegen Pfand. Kein Einweggeschirr, kein Plastikmüll.

Stockbrot wird in der Jurte gebacken

Gleich nebenan zog der Duft von frisch gebackenen Reibeplätzchen die Besucher an. Laura Otte, Nils Schirrmacher und Carolina Hinkel vom FC Löhne-Gohfeld versorgten dort die Besucher. „Was nach Abzug der Kosten vom Erlös übrig bleibt, kommt der Jugendarbeit in den hiesigen Vereinen zugute“, erläuterte Patrick Schirrmacher. Damit es auch tatsächlich dazu kommt, ist die Veranstaltungsgemeinschaft auf Sponsoren angewiesen. „Wir freuen uns sehr, wie gut dieses Ereignis von der hiesigen Kaufmannschaft unterstützt wird“, lobte Pfarrer Harald Ludewig.

Ganz auf den Geschmack der Kinder hatte sich der CVJM der örtlichen Gemeinde eingestimmt: Finn Luca Jungmann, Timo König und Adrian Sorhage bereiteten in einer Jurte Stockbrote für die kleine Kundschaft zu. Dazu loderten in der Mitte der Jurte dicke Holzscheite in einem großen Feuerkorb, Kinder und Eltern saßen drum herum auf den Bänken und wärmten sich. Selma Kayali und Mehtap Kücük fanden das „sehr gemütlich“.

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