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Waldbesitzer Wolf-Rüdiger Lange aus Enger ärgert sich über angelegte Rennpisten – seit Corona mehr Fahrradfahrer

Mountainbiker hetzen Rehe auf die Straße

Enger (WB)

Sie rasen mit ihren Mountainbikes durch den Wald, springen über selbst angelegte kleine Hügel und Schanzen. „Seit der Corona-Pandemie sind immer mehr Radfahrer im Wald unterwegs“, sagt Landwirt Wolf-Rüdiger Lange. Er ärgert sich, dass die Biker das Wild aufschrecken. Gerade jetzt würden die Rehe ihre Kitze bekommen.

Von Kathrin Weege

Immer wieder rasen Mountainbiker durch das Steinbecker Holz. Dabei verdichten sie nicht nur den Waldboden an einigen Stellen extrem, sondern schrecken auch das Wild auf.Foto: Kathrin WeegeJulius Koller (8) hilft seinem Opa Wolf-Rüdiger Lange und legt die dicken Äste zurück auf die Rennstrecke.Mountainbiker haben sich die Wege freigeräumt und kleine Sprungschanzen aus Erde gebaut.An dieser Stelle ist im Wald alles in Ordnung: „Kleine Buchen haben sich selber ausgesät Foto: Foto: Kathrin Weege

„Wenn sie immer wieder gestört werden, rennen sie in Panik weg – meist über die stark befahrene Hiddenhauser Straße ins gegenüber liegende Waldstück“, so der Engeraner. Im letzten Jahr habe es zwei Wildunfälle gegeben, bei denen die Tiere getötet wurden. „Eins war eine tragende Ricke, das andere Reh war ebenfalls weiblich und am Gesäuge konnte man sehen, dass es schon Junge hat“, berichtet Lange. Die Kitze dürften ohne ihre Mutter verendet oder vom Fuchs gefressen worden sein.

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