1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Kreis Herford
  6. >
  7. Osterfeuer: Diese Tipps sollten beachtet werden

  8. >

In Reisighaufen können sich Tiere verstecken – Kreis Herford weist auf Artenschutz hin

Osterfeuer: Diese Tipps sollten beachtet werden

Kreis Herford

Osterfeuer können eine Gefahr für Tiere darstellen. Denn in ihnen können gerade nach den letzten warmen Tagen Vögel ihr Nest bauen. Der Kreis Herford gibt deshalb Tipps, worauf zu achten ist.

Osterfeuer faszinieren seit jeher die Menschen.

Dieses Jahr wird man sie wieder vermehrt sehen, die großen Reisig- und Holzhaufen für Osterfeuer. Nach dem alten germanischen Brauchtum werden sie angesteckt, um mit Feuerschein über große Entfernungen weit sichtbar zu verbrennen und um die Winterdämonen zu vertreiben und die hellere Jahreszeit einzuläuten. Osterfeuer sind ein altes Sinnbild der neu erwachten Natur.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt erwacht im Frühling: Blumen sprießen, Bäume und Sträucher zeigen Knospen und die Tiere begeben sich nicht nur auf die Suche nach Nahrung, sondern auch nach einem sicheren Platz für die Aufzucht ihrer Jungtiere. Ostern liegt dieses Jahr vergleichsweise spät – die ersten warmen Tage liegen hinter uns.

Da kann es passieren, dass in den Reisighaufen Zaunkönig, Rotkehlchen oder Heckenbraunelle eingezogen sind und ihr Nest bauen. „Wenn Sie ein Nest entdecken, dann sollten Sie den Haufen liegen lassen. Hier gilt die gesetzliche Regelung des Artenschutzes“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Herford.

Holz großflächig ausbreiten

Auch ein länger liegender Holzhaufen kann bereits seit dem Winter dem Igel oder der Spitzmaus als Unterschlupf dienen. Wenn das Holz und die Zweige übers Jahr angesammelt werden, siedeln sich dort Insekten oder Kleintiere an, die das Holz zersetzen. Diese wiederum locken Kriechtiere, Vögel und Säuger an, denen sie als Nahrung dienen.

Um Tiere zu schützen, ist es daher sinnvoll, das Holz und die Zweige beim Stapeln und Sammeln dünn und großflächig auszubreiten. Wird alles erst kurz vor dem Abbrennen zu einem Haufen gestapelt, wird den Tieren zudem die Möglichkeit zur Flucht gegeben und sie werden nicht mit verbrannt.

Grundsätzlich sollten beim Osterfeuer weitere Punkte beachtet werden:

  1. Feuer in Naturschutzgebieten sind generell verboten. Das Verbrennen von Abfällen ist generell verboten. Das gilt auch für Pflanzenabfälle.
  2. In der Regel müssen Osterfeuer angemeldet werden. Es empfiehlt sich immer, im Rathaus nach den örtlichen Regelungen zu fragen.
  3. Vermeiden Sie Rauchbelästigung gegenüber Dritten. Lassen Sie das Feuer nicht unbeaufsichtigt, löschen Sie Feuer und Glut am Ende sorgfältig und benutzen Sie keine Brandbeschleuniger.
  4. Zünden Sie keine Feuer in der Nähe von Wäldern, Bäumen und Gehölzen.

Startseite
ANZEIGE