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Rödinghausen organisiert eigene Kinderfeuerwehr

Früh übt sich

Rödinghausen (BZ). Die Gemeinde Rödinghausen plant den Aufbau einer eigenen Kinderfeuerwehr. Am Samstag konnten erstmals Interessierte bei einem Schnuppertreffen vorbeischauen, das von Christin Lamsfuß-Mende und Tanja Blank organisiert wurde.

Raphael Steffen

Zum allerersten Schnuppertreffen der Rödinghauser Kinderfeuerwehr kamen sieben Kinder mit ihren Eltern. Die Verantwortlichen hoffen aber demnächst auf mehr Zulauf. Bislang ist geplant, sich an jedem ersten Samstag im Monat zu treffen. Foto: Raphael Steffen

Zum allerersten Schnuppertreffen kamen sieben Kinder mit ihren Eltern, aber die Verantwortlichen hoffen demnächst auf mehr Zulauf. Bislang ist geplant, sich an jedem ersten Samstag im Monat zwischen 10 und 12 Uhr in der Mehrzweckhalle der Gesamtschule zu treffen. »Wir setzen auf ein Drittel Feuerwehr, ein Drittel Spaß und ein Drittel Kreativität«, so Lamsfuß-Mende. Die ausgebildete Erzieherin soll die Leitung der neuen Truppe übernehmen. Gerade bei der Kinderbetreuung sind zahlreiche Vorschriften zu beachten, so müssen alle Betreuer ein großes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen.

Am Samstag halfen Mitglieder der Löschgruppe Schwenningdorf aus, das nächste Mal sind die Kameraden aus Kilver an der Reihe. Nach einer Runde basteln konnten die Kleinen die Feuerwehrautos und –geräte bestaunen und einen Parcours absolvieren. »Die Kinder werden vorgeben, was wir machen«, kündigte Lamsfuß-Mende für die Zukunft an: »Keiner wird zu irgendetwas gezwungen. Die Eltern können auch gerne dableiben.«

Für Kinder im Grundschulalter

Erst kürzlich hatte das Land Nordrhein-Westfalen den Weg in die Feuerwehr für sechs- bis zehn-jährige Kinder frei gemacht. »Viele Kinder binden sich schon in der Grundschulzeit an Vereine. Für die Feuerwehr wird später oft kein Platz mehr gefunden«, begründete Rödinghausens stellvertretender Wehrführer Peter Mende die Neuerung. Zuletzt hatte man in der Wiehengemeinde Probleme mit der Nachwuchsgewinnung. Die Kinderfeuerwehr soll Abhilfe schaffen. Mende: »Alle sind willkommen, wir schicken niemanden nach Hause.« Auch Kinder mit Handicap oder Migrationshintergrund seien selbstverständlich gerne gesehen. Die nächsten Treffen sollen am 1. September und 6. Oktober stattfinden.

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