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Erhöhte Wachsamkeit an Rödinghauser Bildungseinrichtungen – Polizei sucht Zeugin

Grundschulvorfälle: Elternbrief in Bruchmühlen

Rödinghausen/Bünde (WB). Neben den drei bisher gemeldeten Vorfällen sind der Kreispolizei bis Freitag keine weiteren Situationen bekannt geworden, bei denen Unbekannte aus Autos heraus Kinder angesprochen haben sollen. Mittlerweile beschäftigt das Thema aber auch Schulen von außerhalb.

Daniel Salmon

An der Grundschule Bruchmühlen ist jetzt auch ein Elternbrief herausgegeben worden. Foto: Daniel Salmon

Infobriefe an zwei Schulen

Denn auch in Rödinghausen sind jetzt Informationsbriefe an die Eltern rausgegangen, die sich auf die mutmaßlichen Vorkommnisse in der Nachbarstadt beziehen. „Verständlicherweise sind auch unsere Kinder (und sicherlich auch Sie als Eltern) verunsichert”, heißt es einem Rundschreiben der Grundschule Bruchmühlen, das mit ähnlichem Inhalt auch an der Verbundschule Rödinghausen-Bieren rausgegeben worden sein soll.

Obwohl es an der am Niedernfeld gelegenen Einrichtung selbst zu keinen auffälligen Situationen oder Beobachtungen gekommen sei, die Anlass zur Sorge gegeben hätten, sei das Thema in den Klassen von Pädagogen angesprochen worden. In einem Appell wendet sich die Bruchmühlener Schulleiterin Maren Erntner direkt an die Eltern: „Wir möchten Sie bitten, sich am Wochenende ebenfalls noch mal Zeit zu nehmen, um mögliche Fragen Ihres Kinder in Ruhe zu beantworten.“

Appell an Eltern

Die Pädagogin schlägt den Erziehungsberechtigten vor, die Kinder konkret zu stärken, etwa indem sie konkrete Absprachen treffen, damit sich die Mädchen und Jungen in ihrem gewohnten Umfeld sicher fühlen könnten. So sollte etwa geklärt werden: Wer darf das Kind von der Schule oder vom Sport abholen? Was soll es tun, wenn die Eltern mal nicht pünktlich da sein können? Mit wem kann es den Schulweg möglicherweise gemeinsam gehen? Besonders wichtig: Wie soll sich ein Kind verhalten, wenn es von einem Fremden angesprochen wird oder etwas Ungewöhnliches wahrnimmt?

Weiterhin sollen an der Grundschule konkrete Maßnahmen ergriffen werden: So habe das Kollegium die Schüler besonders im Blick, wenn diese draußen auf dem Pausenhof spielen würden.

Weiter verstärkte Polizei-Präsenz

Generell würden unbekannte Personen, die sich dem Schulgelände nähern, von den Lehrkräften angesprochen. Unterstützung gebe es zudem vom zuständigen Bezirksbeamten der Polizei. Dieser befinde sich im steten Austausch mit der Schulleitung und sei seit Donnerstag „präventiv verstärkt im Umfeld der Schule präsent“. Gleiches gilt bereits seit mehreren Tagen für die Bildungseinrichtungen in Bünde. „Wir werden weiterhin verstärkte Präsenz an den Grundschulen zeigen“, kündigte Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier gegenüber dieser Zeitung an.

Weiterhin suchen die Ermittler mögliche Zeugen, die die bislang gemeldeten Vorfälle beobachtet haben könnten. Laut Lah-Schnier habe sich auch die Frau, die am 16. Januar einer Schülerin an der Grundschule Bünde-Mitte beigestanden haben soll , bislang noch nicht bei den Beamten gemeldet.

Hinweise gehen an die Polizei unter Telefon 05221/8880.

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