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Rödinghauser Ortsverband fordert kostenlose Sperrmüllabholung

Grüne haben Müllentsorgung im Blick

Rödinghausen (WB). Die Keller, Garagen und Schuppen der Rödinghauser Bürger sind voll mit ausgedienten Möbeln und Co. – da sind sich die Mitglieder des Grünen-Ortsverbands sicher. Deshalb plädieren sie dafür, nach der Kommunalwahl eine kostenlose Sperrmüllabfuhr einzuführen.

Jeder Haushalt in der Wiehengemeinde soll die Möglichkeit bekommen, pro Jahr einen Termin für die kostenlose Abholung von Sperrgut anzumelden, fordern die Rödinghauser Grünen. Foto: dpa

Jeder Haushalt soll dann die Möglichkeit bekommen, pro Jahr einen Termin anzumelden. Eine Modellberechnung der Grünen zeige, dass jeder zehnte Haushalt pro Jahr dieses Angebot in Anspruch nehmen werde. Demnach ergibt sich eine Sperrmüllmenge von 329 Tonnen. Die Kosten für Abfuhr und Entsorgung hierfür beziffern sich auf 92.700 Euro.

„Service gibt es nicht zum Nulltarif“, so Diana Heinrich von den Rödinghauser Grünen. Die Bürger müssten im Umkehrschluss aber kein Geld mehr für Wertmarken oder die Entsorgung am Recyclinghof aufwenden. Zudem werde es sichtbar weniger wilden Müll geben – davon sind zumindest Heinrich und ihre Mitstreiter überzeugt.

1275 Tonnen Grünabfall

Weiterhin streben die Grünen die Einrichtung eines Grünabfallsammelplatzes in der Wiehengemeinde an. Kunden- und saisonorientierte Öffnungszeiten sollen das Angebot ausmachen. „Wir möchten den Rödinghausern mehrmals in der Woche die Möglichkeit geben ihren Grünabfall kostenlos anzuliefern“, so Birgit Westphal. Ein Sammelplatz in der Gemeinde reiche hierfür aus. Außerdem könne der Sammelplatz durch einen Container ergänzt werden, in dem Elektrokleingeräte und Batterien gesammelt werden.

Wegen der Einfamilienhaus-Struktur in Rödinghausen rechnet die Partei mit 1275 Tonnen Grünschnitt im Jahr. Die Betriebskosten werden auf 140.000 Euro beziffert. Die Einrichtung eines Platzes würde ebenfalls die wilde Ablage solcher Abfälle unnötig machen und Kosten verhindern.

Plädoyer für gelbe Tonnen

Mit noch einer weiteren Idee wollen die Grünen der Abfallentsorgung in Rödinghausen ihren Stempel aufdrücken. Denn künftig könnten zerrissene, gelbe Säcke und umherfliegender Plastikmüll der Vergangenheit angehören. Konkret planen die Mitglieder der Öko-Partei daher die Einführung einer so genannten gelben Tonne.

Die Finanzierung dieser drei Vorhaben könne im Rahmen der bestehenden Gebühren in Rödinghausen erfolgen. „Der Blick über die Gemeindegrenze zeigt, dass dies möglich ist“, so Grünen-Mitglied Anselm Funke.

Laut den Mitgliedern des Ortsverbands soll im Jahr 2023 über das Entsorgungsangebot in der Gemeinde neu beraten werden. Dann müsse für die Realisierung der Grünen-Forderungen an einigen Stellschrauben gedreht werden.

„Mehr Service und ein umfangreicheres Entsorgungsangebot für alle Rödinghauser Bürgerinnen und Bürger. Weniger Wildmüll, eine saubere Gemeinde und kürzere Wege – in Verbindung mit moderaten Abfallgebühren. Das ist ein Ziel von uns Grünen in der Wiehengemeinde für die kommenden fünf Jahre“, fasst Grünen-Vorstandsmitglied Frank Jarmuschke die Anliegen seiner Partei zusammen.

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