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Drei Kinder weisen Symptome auf – Gesundheitsamt informiert

Krätze an Rödinghauser Grundschulen

Rödinghausen (WB/hr). Fälle von Krätze hat die Schulleitung des Grundschulverbunds Bieren-Rödinghausen jetzt an das Gesundheitsamt des Kreises Herford gemeldet. Eltern, deren Kinder über Juckreiz und Pusteln auf der Haut klagen, werden aufgefordert, einen Arzt aufzusuchen.

Insgesamt drei Fälle von Krätze sind an den beiden Standorten des Grundschulverbunds Bieren-Rödinghausen registriert worden. Die ansteckende Hautkrankheit nimmt seit einigen Jahren in ganz Deutschland wieder zu. Foto:

„Wir gehen offensiv mit dem Thema um und haben alle Eltern informiert“, sagt der Rödinghauser Schulamtsleiter Daniel Müller. Krätzefälle müssten dem Gesundheitsamt gemeldet werden, laut Vorschrift seien die Eltern der Kinder aus derselben Klasse zu informieren, erklärt Müller. Die Schulleitung habe in Absprache mit dem Schulträger aber allen Eltern des Grundschulverbunds den Fall von Krätze mitgeteilt und entsprechende Verhaltensregeln empfohlen. Insgesamt drei Fälle der ansteckenden Hautkrankheit, die seit einigen Jahren in ganz Deutschland wieder zunimmt, wurden an den beiden Standorten mit gemeinsamem OGS-Bereich registriert.

Übertragen durch Hautkontakt

Krätze wird vornehmlich über Hautkontakt übertragen, kann aber in Einzelfällen auch über Kissen, Decken und Kuscheltiere weitergegeben werden. „Wir haben deshalb vorsorglich alle Kissen und Kuscheltiere aus dem OGS-Bereich entfernen und reinigen lassen“, sagt der Schulamtsleiter. Wichtig zur Eindämmung der Krankheit sei, dass Eltern und Geschwister von betroffenen Kindern ebenfalls einen Arzt aufsuchen. „So bekommen wir die Hautkrankheit wieder in den Griff“, so Müller.

Bereits im Juni war an der Gesamtschule Rödinghausen ein Fall von Krätze aufgetreten. Schon damals waren Schülereltern und das Kreisgesundheitsamt informiert worden. »Zum Glück kommen meldepflichtige Krankheiten bei uns sehr selten vor«, hatte sich damals Carola Vollus, stellvertretende Schulleiterin der Gesamtschule, dazu geäußert. Was die Krätze angeht, so schätzte sie die Häufigkeit auf »vielleicht einmal im Jahr«. Wenn es meldepflichtige Fälle gebe, dann habe das meistens mit Läusen zu tun.

Kreisweit 2018 79 Fälle

Eine kreisweite Auflistung des Gesundheitsamtes weist mitunter große Schwankungen zwischen den verschiedenen Jahren auf. So wurden im Jahr 2016 gerade einmal 15 Fälle von Krätze gemeldet. Diese Zahl beziehe sich auf das Vorkommen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Altenheimen, sagt Kreis-Pressesprecherin Petra Scholz. Wer außerhalb dieser Einrichtungen betroffen sei, wisse man nicht. Denn für andere Bereiche gebe es keine Meldepflicht. Einen vergleichsweise hohen Wert weist das Jahr 2018 auf: 79. Trotz der Schwankungen mag Petra Scholz nicht von einer speziellen Häufung in manchen Jahren sprechen.

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