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90 Schwimmer springen am ersten Öffnungstag in Rödinghausen ins Becken

Mit Mundschutz ins Freibad

Rödinghausen (WB). Schon um 6 Uhr am Mittwochmorgen konnten es zehn Schwimmbegeisterte kaum erwarten. Sie waren die ersten Besucher des Rödinghauser Freibads zum Start in die Corona-Schwimmsaison.

Daniel Salmon

Michael Rogge-Blotenvogel ist einer der ersten Besucher des Rödinghauser Bades. „Klar ist das Schwimmen in Corona-Zeiten etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich bin froh, dass in der Region nun überhaupt ein Bad aufgemacht hat“, sagt der 67-Jährige. Foto: Daniel Salmon

Erst nachdem sie mit Mundschutz den Kassenbereich passiert, ihren Namen auf der Registrierungsliste abgehakt und sich die Hände desinfiziert hatten, konnten die Frühschwimmer – natürlich ohne Mund- und Nasenbedeckung – ihre Runden im Becken drehen; bei angenehmen 24,5 Grad Wassertemperatur. „Alles ist gut und friedlich abgelaufen. Die Besucher haben die Sicherheitsabstände eingehalten“, zeigt sich Schwimmmeisterin Steffi Schröder zufrieden.

Bis um 11 Uhr konnte sich gemeinsam mit ihrer Kollegin Christina Dülberg knapp 60 Badegäste begrüßen. Rund 90 sollten es am ersten Öffnungstag insgesamt sein. Schröder: „So viele haben sich im Vorfeld telefonisch für einen Besuch registrieren lassen. Man kann sich jeweils am Vortag telefonisch für einen Schwimmaufenthalt anmelden.“

30 Schwimmer gleichzeitig

Wie berichtet, dürfen sich maximal 30 Badegäste gleichzeitig im Bad aufhalten – für jeweils zwei Stunden. „Dann schließen wir erst kurz und desinfizieren alle Kontaktflächen: Einzelumkleiden, Sanitärbereich, Sitzbänke. Erst dann lassen wir die nächsten Besucher herein“, so die Schwimmmeisterin. Sechs dieser „Schwimmschichten“ gibt es an einem normalen Öffnungstag unter Woche in der Zeit zwischen 6 und 18 Uhr.

Im Anschluss steht für Schröder und Dülberg dann eine Grundreinigung des Bades an: „Früher haben wir eine solche Maßnahme nur einmal die Woche durchgeführt – immer montags, wo wir dann normalerweise später geöffnet haben.“ In Corona-Zeiten werde diese Grundreinigung aber täglich durchgeführt. „Klar ist das ein deutlicher Mehraufwand. Aber wir sind froh, das überhaupt öffnen konnten – immerhin als erstes Freibad im Kreis Herford“, so Steffi Schröder.

NRW-Vorgaben umgesetzt

Bislang sind nur das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken geöffnet, die Liegewiese und die sonstigen Bereiche des Bades - Einzelumkleiden und Toiletten ausgenommen – sind noch gesperrt. „Wir warten auch noch darauf, dass wir im Becken Absperrungen anbringen können. Allerdings gibt es da noch Lieferschwierigkeiten mit dem Material. Der Pool wird dann in drei Zonen unterteilt: für schnelle, mittelschnelle und eher langsame Schwimmer“, sagt die Schwimmmeisterin.

Auch Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer ist zur Corona-Saisoneröffnung im Bad. „Wir haben im Vorfeld alle nötigen Vorgaben des Landes NRW umgesetzt. Wir haben uns für einen langsamen Einstieg in die Badesaison entschieden. Wir werden nun eineinhalb Erfahrungen mit der jetzt gewählten Lösung sammeln und danach abschnittsweise weitere Bereiche des Bades – etwas die Liegewiese – öffnen“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Im Saisonverlauf soll dann auch die Zahl der Personen, die gleichzeitig schwimmen dürfen, gesteigert werden. Vortmeyer stellt aber jetzt schon klar: „Eine ganz normale Schwimmsaison wie in den Vorjahren wird es nicht geben. Wir werden den Zutritt zum Bad immer deutlich begrenzt halten.“

Gäste nehmen Regeln in Kauf

Zu den ersten Rödinghauser Badbesuchern am Mittwoch zählt auch Michael Rogge-Blotenvogel. Mit einem Kumpel hat der 67-jährige Preußisch Oldendorfer schon am Vormittag eine Schwimmstrecke von 2500 Metern zurückgelegt. „Klar ist das Schwimmen in Corona-Zeiten etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich bin froh, dass in der Region nun überhaupt ein Bad aufgemacht hat. Daher nehme ich die Einschränkungen gerne in Kauf.“

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