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Westfalen Weser Energie unterstützt Gemeindebücherei Rödinghausen mit 10.000 Euro für „MakerSpace“-Projekt

Neuer Zugang zu digitalen Wissensformaten

Rödinghausen (WB)

Eine besondere Wertschätzung erhielt jetzt der Förderverein der Gemeindebücherei Rödinghausen für sein Engagement. Christiane Rüsel vom Kommunalmanagement der Westfalen Weser Energie übergab am Mittwoch eine Gewinn-Urkunde im Wert von 10.000 Euro zur Einrichtung des „MakerSpace“ an Andrea Mewitz.

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Ganz neue, digitale Möglichkeiten für alle Generationen bietet die Rödinghauser Mediathek in Zukunft. Durch die Förderung, die Christiane Rüsel (rechts) von der WWE an Büchereileiterin Andrea Mewitz und Bürgermeister Siegfried Lux übergab, werden unter anderem ein 3-D-Drucker und VR-Brillen angeschafft. Foto: Thomas Klüter

Die Büchereileiterin bedankte sich auch stellvertretend für die Vorsitzende des Fördervereins Bärbel Homburg, die an dem Termin nicht teilnehmen konnte.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Bürgermeister Siegfried Lux. „Durch die Digitalisierung befindet sich unsere Gesellschaft im Umbruch und auch die Rolle der öffentlichen Bibliotheken verändert sich“, sagte der Bürgermeister. Die Aufgabe sei es nicht mehr, den Zugang zu Informationen zu gewährleisten, sondern den Zugang zu Wissen zu ermöglichen. „Der Umgang mit neuen Technologien ist dabei einer der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und der „MakerSpace“ ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“, betonte Lux.

Für diese Entwicklung in der Rödinghauser Mediathek setzen sich jeden Tag viele Ehrenamtliche und Mitarbeiter ein, bei denen sich Bürgermeister Lux herzlich bedankte: „Ich freue mich besonders, dass die Arbeit und der Einsatz des Fördervereins, der Helfer und von Frau Mewitz auch von außen wahrgenommen und wertgeschätzt werden.“

Bereits zum zwölften Mal unterstützt Westfalen Weser mit dem jährlichen Programm „Ideen werden Wirklichkeit – 100 Förderpakete für Vereine in der Region“ besonders vorbildliche Aktivitäten und innovative Ideen von Vereinen. Mehr als 120 Vereine haben sich diesmal beworben und wurden von einer unabhängigen Jury unter der Leitung von Dr. Sebastian Braun unter die Lupe genommen. Der Professor der Berliner Humboldt-Universität hat dafür extra einen Kriterienkatalog entwickelt.

Der geplante „MakerSpace“ der Rödinghauser Mediathek überzeugte die Jury besonders und wurde als eine von insgesamt sieben Initiativen zum Leuchtturmprojekt 2020 gekürt.

„MakerSpaces sind offene Werkstätten mit einer Infrastruktur, die individuelle Projekte in modernem Fertigungskontext ermöglicht und dabei den Austausch mit anderen fördert“, erklärt Andrea Mewitz. Damit wird ein offener Raum für die Ideen und Projekte der Besucherinnen und Besucher geschaffen, bei denen die Netzwerkpartner, wie die VHS oder die Gesamtschule, aber auch Informatikstudierende und Programmiererinnen und Programmierer digital mit einbezogen werden.

„Das Projekt ermöglicht breiten Bevölkerungsgruppen einen Zugang zu neuen, digital unterlegten Formaten, denn der gleichberechtigte Zugang zu Wissen hat sich längst über das geschriebene Wort hinaus entwickelt“, sagte Bürgermeister Lux. „Digitale Chancengerechtigkeit ist für unsere Gesellschaft zu einem relevanten Faktor geworden.“

In Zukunft möchte die Mediathek Veranstaltungsformate für alle Interessierten starten und sich mit den Schulleitungen zu digitalen schulischen Projekten abstimmen. Für den offenen „MakerSpace“ werden unter anderem Rechner und ein 3-D-Drucker angeschafft. Der Förderverein ist daher besonders dankbar für die Unterstützung durch die Westfalen Weser Energie.

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