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Fahndung nach Verkehrskontrolle

Schwer verletzt: Rollerfahrer fährt Polizistin an und flüchtet

Herford

Bei einer Verkehrskontrolle am Montagmittag in Hd ist eine Polizistin durch einen Rollerfahrer angefahren und schwer verletzt worden. Da ein Vorsatz nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt eine Mordkommission.

Von Hartmut Horstmann

Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Winkerkelle in der Hand. Foto: Paul Zinken/dpa/ZB/Symbolbild

Gegen 12.50 Uhr bemerkten Polizeibeamte einen Rollerfahrer, der die Engerstraße mit überhöhter Geschwindigkeit und einem sehr lauten Motorengeräusch befuhr. Anhaltezeichen ignorierte der Unbekannte und fuhr nach einer längeren Verfolgungsfahrt in die Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses im Otternbuschweg.

War die Kollision Absicht?

Als die Beamten den Streifenwagen für die geplante Kontrolle verlassen hatten, beschleunigte der Rollerfahrer erneut und kollidierte mit einer Polizistin. Diese stürzte und erlitt schwere Verletzungen im Kopfbereich. Der Rollerfahrer flüchtete in Richtung Bielefelder Straße.

Der Mann fuhr einen blauen Roller, bei dem es sich mutmaßlich um eine Aprilia SR 50 handelt. Das grüne Kennzeichen „673TVW“ ist seit dem 14. April als gestohlen gemeldet. Der Unbekannte trug einen neon-gelben Helm. Zudem trug er eine dunkelblaue dicke Jacke mit einer weißen Aufschrift, die von der rechten Schulter bis zur rechten Brust geht. Zudem hatte er eine dunkelgraue lange Jeans an. Seine Statur wird als eher schlank beschrieben.

Die Ermittlungen der Mordkommission „Roller“ leitet der Erste Kriminalhauptkommissar Markus Mertens des Polizeipräsidiums Bielefeld. Unterstützt wird die Fahndung durch Einsatzkräfte der Polizei Herford. „Das Thema ist uns sehr nah“, sagt Pressesprecher Fabian Rickel. Ein Verkehrsunfall-Aufnahmeteam beschäftige sich unter anderem mit der Frage, ob der Fahrer die Kollision bewusst herbeigeführt habe, um flüchten zu können.

Polizei appelliert an Rollerfahrer, sich zu stellen

Rickel appelliert an den flüchtigen Rollerfahrer, sich bei der Polizei zu melden. Damit könne er umfangreichen Ermittlungen der Mordkommission vorbeugen. Ein Video einer Überwachungskamera, welches den Tatverdächtigen zeigt, liegt den Ermittlern vor. Dieses soll, nach einem richterlichen Beschluss, im Falle einer längeren Fahndungslage veröffentlicht werden.

Zeugen sollen sich bei der Mordkommission „Roller“ unter Tel. 0521/5450 oder jeder anderen Polizeidienststelle melden.

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