1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Spenge
  6. >
  7. 1500 Musikfans feiern an der Warmenau

  8. >

Von Weiden Publikumsmagnet beim Open-Air-Festival – Aktionen für Kinder

1500 Musikfans feiern an der Warmenau

Spenge (WB). Die Zutaten sind einfach: eine Kuhwiese, Musik, Essen und Getränke. Fertig ist das generationsübergreifende Kulturevent. Längst hat das Warmenau Open Air Festival, dessen achte Auflage am Samstag auf dem Gelände um Theo’s Tenne in Bardüttigdorf gefeiert wurde, seine dörflichen Grenzen durchbrochen und ist bis ins niedersächsische und weitere westfälische Umland geschwappt.

Daniela Dembert

Letzter und heiß ersehnter Act beim Warmenau Open Air Festival ist der Auftritt des Bardüttingdorfer Indiefolk-Orchesters Von Weiden. Foto: Daniela Dembert

Seinen Esprit einer herzlichen, familiären Veranstaltung hat es dabei nicht verloren. »Ich find’s toll, dass wir hier alles kostenlos machen können und so viel gute Musik gemacht wird«, meint die achtjährige Linn, die mit Freundinnen die Spielangebote der evangelischen Jugend durchprobiert.

1500 Besucher

»Es sind auch diesmal wieder alle im Einsatz«, sagt Henning Kreft und meint dabei das Vereinswesen Bardüttingdorfs und die Löschgruppe Wallenbrück. Der Frontmann der Lokalmatadoren und Hauptorganisatoren »Von Weiden« freut sich über Unterstützung und den enormen Zuspruch beim Fest, zu dem 1500 Besucher kamen.

Besondere Liebe stecken Von Weiden in die Auswahl der Bands. Das Lineup setzte sich zusammen aus Nachwuchsmusikern und extravagantem Sound für Liebhaber. Los Santos lieferten Surf, Country und Tex-Mex in eigenwilliger Besetzung. Sänger Stefan Hiss ist in Sachen Quetschkommode laut Musikerkollegen Henning Kreft »einer der Könner Deutschlands«. Den Start zur Freiluft-Sause machten Mess Around mit Pop-Rock in klassischer zwei Gitarren-Schlagzeug-Bass-Besetzung. Es folgten die Indie-Folk-Rocker von Mount Winslow aus Paderborn.

Party mit Randale

Fette Party gab’s bei Randale. Wenn die Familienmusiker mit ihrem wilden Genremix von Helden wie Käptn Wurstsalat und dem Hardrockhasen Harald singen, rockt so ziemlich jeder mit. Leonard Ottolien trat als Wiederholungstäter an und überzeugte mit kraftvoll poetischen Texten in bester Singer/Songwriter-Manier.

Einen »Palmenchor« leistete sich die Band Ove aus Hamburg: Mit Deut auf ein ungenutztes Podest lud Sänger Ove alljene, die »sich animiert fühlen, sich in ekstatischen Bewegungen zu ergehen«, auf die Bühne ein. Eine Horde Kinder ließ sich da nicht lange bitten.

So richtig voll wurde es trotz steten Nieselregens vor der Hofbühne, als gegen 23 Uhr das Bardüttingdorfer Indiefolk-Orchester auftrat. Wogend feierte die tanzende Menge ihre Helden in gewohnter Weise. Darf man da schon von Tradition sprechen?

Startseite