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Ministerin besucht Windmühle Hücker-Aschen

Arbeit am Mühlenwall hat begonnen

Spenge (WB). Die Restaurationsarbeiten an der Mühle in Hücker-Aschen gehen weiter. Fachleute haben am Donnerstag begonnen, die alte Pflasterung vom Plateau des Mühlenwalls zu entfernen, der sich um den Stumpf der Mühle zieht. Auch im Innern tut sich etwas: Die Zimmerer werden in Kürze damit beginnen, das marode Holz auszutauschen.

Sonja Töbing und Ruth Matthes

Die Arbeiten am Mühlenwall in Hücker-Aschen haben begonnen. Restaurator Christoph Probst (links) und Michael Matzker, Hochbautechniker der Stadt, trafen sich vor Ort. Foto: Ruth Matthes

Michael Matzker, Hochbautechniker der Stadt, traf sich gestern mit Restaurator und Planer Christoph Probst und Zimmerer Martin Hugenberg (Firma Bäker), um die nächsten Schritte abzusprechen. „Das Mauerwerk des Walls wird mit den alten Bruchsteinen neu aufgemauert“, erklärte Probst. Die Oberfläche des Walls werde mit einer Folie bezogen, der Übergang von Mühlenstumpf zum Wall mit Blei abgedichtet. „Die Außenkante wird mit Zinn abgedeckt und erhält Wasserspeier, damit die Feuchtigkeit das Gebäude nicht wieder beschädigt“, so Probst. Zum Schluss erhält der Wall ein neues Pflaster. „Im Inneren ersetzen wir das marode Nadelholz von Decke und Boden durch Eichenholz“, ergänzte Hugenberg.

Landesförderung

Finanziert wird die Mühle mithilfe einer Förderung des Landes NRW. „Das sind 200.000 gut investierte Euro“, urteilte Ina Scharrenbach, CDU-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW über die Sanierung der Windmühle in Hücker-Aschen. Die Politikerin war vor einer Woche auf Einladung der Spenger CDU nach Spenge gekommen, um sich vor Ort ein Bild vom Stand der Arbeiten zu machen. Sie ließ sich vom Heimatvereins-Vorsitzenden Michael Darnauer in die Geschichte des Bauwerks einweihen, das 1861 erbaut wurde, und viele Jahre zum Mahlen von Getreide genutzt wurde. 1948/49 wurde sie auf Motorbetrieb umgestellt, 1955 stillgelegt.

„Die Schädlingsbekämpfung ist mittlerweile abgeschlossen, es gibt keinen Wurm- und Pilzbefall mehr“, erzählte Darnauer. Jetzt gelte es, das Mauerwerk zu sanieren, den Mühlenwall trocken zu legen und im Inneren die Zwischendecken und die tragenden Hölzer zu erneuern“, sagte er. Auch die Mühlenstube solle im Laufe der nächsten Monate saniert werden. „Hier geht es vor allem um eine neue Isolierung und Dämmung.“ Er und seine Mitstreiter hoffen, dass die Sanierung bereits 2021, pünktlich zum 160-jährigen Bestehen der Mühle, abgeschlossen werden kann.

Besuch beim TuS Spenge

Ina Scharrenbach besuchte auch den Fußballplatz des TuS Spenge: Thorsten Siekmann vom TuS äußerte den Wunsch des Vereins nach einem Kunstrasenplatz. „Bis zum 16. Oktober können Sie noch einen Förderantrag stellen“, wies Scharrenbach ihn auf eine mögliche finanzielle Unterstützung seitens des Landes hin. Siekmann freute sich sichtlich über die Option einer 100-prozentigen Förderung. „Und das Beste: Sie erhalten noch vor Weihnachten Bescheid“, versprach Scharrenbach.

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