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Vorbereitungen für die Aufnahme weiterer Kriegsflüchtlinge laufen – Städte bitten Ukrainer, sich zu melden

Asyl Spenge sucht ehrenamtliche Helfer

Spenge/Enger

Die Stadtverwaltungen in Enger und Spenge sind auf Hochtouren dabei, sich auf eine größere Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine vorzubereiten. In Spenge geschieht das in enger Zusammenarbeit mit der Verein „Asyl Spenge“, für den dies nicht die erste so genannte Flüchtlingswelle ist. „Wir haben den Vorteil, auf bewährte Netzwerke zurückgreifen zu können“, sagt Vorsitzende Anne Beckmann. „Was wir allerdings noch brauchen könnten, wären Helfer, die uns in der Arbeit ganz praktisch unterstützen können.“

Von Ruth Matthes

Immer Flüchtlinge aus der Ukraine, wie diese Frauen, die mit ihren Kindern im polnischen Bahnhof Przemyslin auf ihre Züge für die Weiterfahrt warten, kommen täglich in Deutschland an. Foto: Kai Nietfeld/dpa

„Asyl Spenge hat derzeit 40 Mitglieder, darunter knapp zehn Aktive“, sagt Beckmann. Im Laufe der Zeit hätten sich einige Ältere zurückgezogen. Neue Ehrenamtliche wären ihr daher sehr willkommen. „Wir suchen vor allem Menschen, die gespendete Möbel transportieren und aufbauen könne oder die mal eine Lampe anbringen können“, erklärt sie.

Die Asylarbeit habe sich im Laufe der letzten Jahre gewandelt. „Inzwischen unterstützen wir Geflüchtete vor allem bei Behördengängen, Arztbesuchen und bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit.“ Doch nun gehe es wieder um Wohnraum und Starthilfe in einem fremden Land.

„Große Mengen von Spenden können wir nicht entgegen nehmen. Aber wir sind dankbar für Menschen, die uns elementare Ausstattung wie Betten, Tische, Stühle oder Bettzeug anbieten. Wir setzen sie auf eine Liste und melden uns dann bei Bedarf.“ Fahrräder, Kinderwagen und Ähnliches würden erst gebraucht, wenn die Menschen in Spenge seien. „Gut vorbereitet, bedarfsgerecht zu helfen“, darauf komme es an. So plant der Verein auch, wieder verstärkt Sprachkurse anzubieten sowie, wenn nötig, eine Kinderbetreuung.

Die Hilfsbereitschaft sei groß, hat Beckmann bereits festgestellt. „Auch eine Frau, der wir vor Jahren selbst geholfen hatten, hat uns gefragt, was sie für die Ukrainer tun kann.“

Anne Beckmann ist zu erreichen unter Telefon 0174/9421554 oder annegret.beckmann1@web.de, ihr Kollege Karl Hankel unter hankelkr@gmx.de.

Die Städte Enger und Spenge appellieren an alle Geflohenen, sich bei den Bürgerbüros oder in Spenge bei Jamal Hamil, Telefon 05225/8768135, E-Mail: ukraine@spenge.de und in Enger bei Kordula Schimke, Telefon 05224/ 9109288, ukraine-hilfe@enger.de zu melden. Nur so könnten sie später schnell Informationen und Unterstützung erhalten.

Über die aktuelle Entwicklung durch den russischen Angriff auf die Ukraine halten wir Sie in unserem Liveticker auf dem Laufenden.

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