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Bundesbauministerin übergibt Förderurkunde an der Charlottenburg

Barbara Hendricks: »Mehrals ein Sechser im Lotto«

Spenge (WB). Das deutsche Baugewerbe braucht Investitionssicherheit. Das hat die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am Freitag bei ihrem Besuch in Spenge erklärt.

Gerhard Hülsegge

Die Architekten Stefan Bäunker (von links) und Armin Cawalla sind dabei, als Bürgermeister Bernd Dumcke von Ministerin Barbara Hendricks die Urkunde zum Förderbescheid im Beisein von MdB Stefan Schwartze und Landrat Jürgen Müller erhält. Foto: Gerhard Hülsegge

Die SPD-Politikerin überzeugte sich an der Charlottenburg davon, dass Bundesgelder sinnvoll eingesetzt werden. Das Kultur- und Jugendzentrum wird bekanntlich zurzeit gründlich saniert und umgebaut. Der Bund hat hierfür 1,3 Millionen Euro (90 Prozent der Gesamtkosten) bereitgestellt.

Architekten erläutern Pläne

»Das ist mehr als ein Sechser im Lotto«, meinte Hendricks angesichts der Tatsache, dass sich knapp 1000 Kommunen für das im Oktober 2016 aufgelegte Programm zur Förderung von Kultur-, Jugend- und Sportprojekten beworben hatten. 54 erhielten schließlich einen Zuschlag, darunter auch die Stadt Spenge.

Barbara Hendricks war von Spenges Bürgermeister Bernd Dumcke, Landrat Jürgen Müller und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze an der Charlottenburg empfangen worden. Die Architekten Stefan Bäunker und Armin Cawalla erläuterten der 65-jährigen Ministerin aus Kleve das Bauprojekt.

Neubezug im Frühjahr

»Es geht mit großen Schritten voran«, erklärte Cawalla. Alles werde heller und freundlicher. Zudem werde eine umweltfreundliche Wärmepumpe eingebaut. Seit August laufen die Umbaumaßnahmen, im Frühjahr nächsten Jahres soll alles fertig sein.

Spenge habe mit einem durchdachten Projekt überzeugt, bestätigte die Umwelt- und Bauministerin, zeitweise übertönt vom Baulärm. »Die Leute sind am arbeiten, das ist ein gutes Zeichen«, meinte Hendricks. Das Bauhauptgewerbe mit 450 000 Beschäftigten bundesweit brauche einen Kapazitätsaufbau. Denn selbst für größere Projekte seien zurzeit keine Handwerker zu bekommen. »Im Moment mangelt es nicht am Geld, sondern an Menschen«, sagte die prominente Besucherin. In den Bauämtern fehlten Fachkräfte. »Und man braucht auch Hilfskräfte auf dem Bau«, so Hendricks.

Landrat wirbt fürs Handwerk

Landrat Jürgen Müller konnte dies nur bestätigen und ermunterte jeden Jugendlichen, bei der Berufswahl auch das Handwerk im Blick zu haben. »Ausbildungsplätze in der Bauwirtschaft sind zukunftssicher«, sagte er. Den Bund rief er dazu auf, als nächstes in Krankenhäuser zu investieren. »Ja, das müssen wir angehen. Es gibt zu wenig Geburtshilfe-Plätze. Und das darf nicht sein«, stimmt die Ministerin zu. Am abschließenden Gespräch in der Mensa der Gesamtschule nahmen auch die Leiter der Real- und der Gesamtschule, Hartmut Duffert und Ansgar Leder, teil.

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