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Aktualisierte Planung vorgestellt – Entscheidung vertagt

Blücherplatz: 1,6 Millionen Euro Kosten

Spenge (WB). Auf reges Interesse seitens der Bevölkerung ist die jüngste Sitzung des Betriebs- und Verkehrsinfrastrukturausschusses am Dienstagabend gestoßen. Knapp 40 Zuhörer verfolgten den öffentlichen Sitzungsteil, in dem es um die Neugestaltung des Blücherplatzes ging.

Daniela Dembert

Der Blücherplatz soll schöner werden. Die aktuelle Planung hat Landschaftsarchitekt Franz Reschke bei der jüngsten Sitzung des Betriebs- und Verkehrsinfrastrukturausschusses vorgestellt. Unter anderem soll es zusätzliche Sitzgelegenheiten, neue Bäume, Außengastronomie und eine Wasserspielanlage geben. Foto: Ruth Matthes

Landschaftsarchitekt Franz Reschke, Geschäftsführer des mit der Gestaltung betrauten Berliner Architekturbüros, stellte die Feinplanung des Konzepts der »Stadtbühne« vor. Einige der bei der ersten öffentlichen Vorstellung aus der Bevölkerung gekommenen Wünsche sind darin berücksichtigt worden.

Zusätzliche Sitzgelegenheiten

So umfasst der aktuelle Entwurf zusätzliche Sitzgelegenheiten mit Lehnen an schattigen Plätzen und alle Bestandsbäume bleiben erhalten. Zusätzlich wird es Baumneupflanzungen geben. Für ein Boulesfeld in Wettkampfmaßen fehlt es allerdings an Platz.

Vor dem Restaurant Ziegenbruch wurde Platz für Außengastronomie geschaffen. Die fünf Parkplätze vor dem Schuhhaus Greife und dem benachbarten Gebäude sollen erhalten bleiben.

Ladestationen für E-Bikes

Um den Blücherplatz vom Verkehrsweg Engerstraße abzubinden, werden unter anderem Fahrradbügel platziert. Vorgesehen seien auch vier Lademöglichkeiten für E-Bikes, so Reschke. In der Marktstraße und In der Mut sollen Poller die Durchfahrt auf den Platz verhindern, nicht aber die Zufahrt der Anlieger blockieren.

Grundsätzlich kamen die Ausführungen des Landschaftsarchitekten gut an. Fragen nach der Wartungs- und Pflegeintensität des großen Sitzmöbels und der Wasserspiel-Anlage beschäftigten die Zuhörer und Ausschussmitglieder. »Für das Wasserspiel ist eine Entkalkungsanlage vorgesehen«, informierte Reschke und versicherte, das Sitzmöbel werde von Fachleuten »so vandalismusresistent wie nur möglich« geplant.

Kostenschätzungen

Zum kniffligsten Punkt kam Reinhold Hübers gegen Ende der Ausführungen: die Finanzen. Generell frage er sich, ob Spenge in der derzeitigen finanziellen Lage das Bauvorhaben tatsächlich umsetzten solle, so das CDU-Fraktionsmitglied.

Genauere Kostenschätzungen liegen bereits vor und zeigen, dass die ursprünglich kalkulierten 1,2 Millionen Euro für das Projekt nicht ausreichen. »Wir rechnen eher mit 1,6 Millionen«, sagte Sabrina Held, Leiterin der Abteilung Infrastruktur und Stadtentwicklung. Diese Steigerung sei, so Reschke, ein durchaus bekanntes Phänomen, das nicht mit schlechter Kalkulation sondern mit den explodierenden Baukosten seit Förderantragstellung zu tun habe: »Wir kennen das aus anderen Kommunen, die Mittel aus dem ISEK beantragt haben.«

Förderwürdigkeit

Man sei über diesen Umstand mit der Bezirksregierung in Detmold bereits im Gespräch, betonte Bürgermeister Bernd Dumcke. Dort sei man dem Bauvorhaben gegenüber positiv gestimmt, so dass keine Probleme bei der Förderwürdigkeit auftreten dürften.

Zu einer Beschlussempfehlung kam es in dieser Sitzung dennoch nicht. Die CDU-Fraktion meldete Beratungsbedarf an, ebenso die UWG.

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