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Neues Spenger Bar-Restaurant Nobis ist seit Dezember startklar – Corona macht dem Start-up zu schaffen

Das lange Warten auf die Eröffnung

Spenge (WB)

Sorgsam aufgereiht hängen die polierten Gläser über der Theke. Die neuen, im Industrial-Look gehaltenen Gasträume warten auf die ersten Besucher. Doch wie alle Gastronomiebetriebe muss auch das Nobis an der Poststraße coronabedingt geschlossen bleiben.

Daniela Dembert

Mehmet Sezen (links) und Thomas Berger warten darauf, endlich Gäste im Nobis begrüßen zu können. Es soll ein Ort der Begegnung für Jung und Alt sein. Foto: Daniela Dembert

Schon Ende 2020 hatten Thomas Berger und Mehmet Sezen ihre Kombination aus Restaurant und Bar im Luttermann-Gebäude eröffnen wollen, aber Corona machte den Junggastronomen einen Strich durch die Rechnung. Besonders belastend ist die Situation, weil die beiden komplett durchs Raster der Coronahilfspakete von Bund und Land fallen.

Seit Mitte 2020 sind wir beide voll in der Selbstständigkeit, konnten aber noch nicht öffnen und haben keine nachweisbaren Umsatzeinbußen“, erzählt Thomas Berger, der als gelernter Tischler mit dem Nobis seinen Traum von der eigenen Gastronomie verwirklicht. Unterstützt werden die Betreiber von ihren Familien. Sie übernehmen Gelegenheitsjobs, wo es möglich ist. Und Vermieter Alexander Luttermann kommt dem Start-up durch Mieterlass entgegen. Berger: „Sonst wäre jetzt schon Ende.“

Die Wartezeit bis zur Eröffnung verstreicht aber nicht ungenutzt. Nach wie vor feilen Berger und Sezen an Details wie der Speisen- und Getränkekarte. „Das ist unser Wille zum Perfektionismus“, meint Mehmet Sezen lächelnd.

In der Küche legen der 26-Jährige und sein 28-Jähriger Kompagnon besonderen Wert auf hochwertige und regionale Zutaten für ihre Burgerkreationen, Salate und anderen Speisen.

Begeistern möchten sie ihre Gäste auch auf dem Getränkesektor, beispielsweise mit hausgemachten Limonaden in den Geschmacksrichtungen Maracuja, Granatapfel, Holunderblüte, Himbeer-Rhabarber, verfeinert mit Zutaten wie Minze und Limettensaft. „Das ist alles vegan“, versichert Thomas Berger.

Noch nicht komplett eingerichtet ist der Spielraum. Durch den heftigen Wintereinbruch verzögerte sich die Lieferung von Billardtisch, Dartsanlage und dem digitalen Gesellschaftsspieletisch. Nur der große Bildschirm für Fußballübertragungen hängt schon. Bis zur Eröffnung wird aber alles an seinem Platz sein, betonen die Betreiber des Nobis.

Vor April öffnen zu dürfen, halten sie nicht für realistisch. Aber wenn es soweit ist, sieht Thomas Berger klare Vorteile des großzügigen Platzangebots im und um das Nobis: „Wir haben den Vorteil, auch unseren Außenbereich mit Südterrasse nutzen und die Gäste gut verteilen zu können.“ Mehmet Sezen bedauert: „Selbst wenn geöffnet werden darf, werden die Bestimmungen noch keine große Eröffnungsparty zulassen.“ Die soll auf jedem Fall nachgeholt werden.

Seit die Fensterfronten den Blick ins Innere des ehemaligen Innenausstatters wieder freigeben sind interessierte Blicke an der Tagesordnung. Bei Facebook und Instagram posten die Betreiber unter „Nobis Spenge“ Neuigkeiten über ihr Lokal. Dort häufen sich auch die positiven Kommentare und Mutzusprüche. Sezen: „Das gibt uns Kraft und Antrieb!“

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