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Bünder Fotografen sind dem farbenfrohen Tier in Spenge auf der Spur

Dem Eisvogel gefällt‘s am Hücker Moor

Spenge/Bünde (WB)

Er ist einer der farbenprächtigsten Vögel der Heimat. Und doch haben ihn viele selber noch nie live gesehen: der Eisvogel. Er ist überall dort zu finden, wo es Wasser gibt.

Kathrin Weege

Knackscharf im Bild festgehalten: der Eisvogel mit seinen schillernden Farben. Foto: Horst Döring

„Am Hücker Moor muss man nicht lange warten, um einen zu entdecken“, sagt Hobby-Fotograf Peter Schubert. Der Bünder ist regelmäßig mit seiner Kamera in Spenge unterwegs. Doch wie findet man den Eisvogel, dessen Bauch orange leuchtet und dessen Kopf und Flügel blau schimmern? „Ich höre ihn immer zuerst. Seinen Ruf erkenne ich inzwischen leicht. Dann muss ich nur noch dem Geräusch folgen“, sagt Schubert.

Und auch Horst Döring, ebenfalls Bünder Hobbyfotograf und Vogelfreund, ist immer wieder am Hücker Moor anzutreffen. Er bringt gerne etwas Geduld mit, wenn es darum geht, auf den Eisvogel und das perfekte Foto zu warten. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sei ihr Hobby ideal, meinen die beiden Männer. Schließlich sei man an der frischen Luft und alleine unterwegs. „Horst Döring und ich haben uns noch nie verabredet, aber schon oft am Hücker Moor getroffen. Wir wissen beide, wann Licht und Witterung günstig für die Fotografie sind“, sagt Schubert, der nicht nur den Eisvogel mit der Kamera festhält, sondern die gesamte heimische Vogelwelt. Und die ist am Hücker Moor besonders üppig.

Der Eisvogel ist in diesem Jahr keine Seltenheit. Durch die vergangenen milden Winter hat er ausreichend Futter gefunden, sodass die Population aktuell relativ groß ist.

Das kleine Tier hält sich gerne in Wassernähe auf, sitzt dort im Strauchwerk und wartet. Und zwar auf den passenden Moment, um einen kleinen Fisch zu fangen.

„Eisvögel leben ausschließlich vom Fischfang. Frieren die Gewässer zu, verhungern die Tiere. Aus diesem Grund setzten sie auf starke Vermehrung, sie brüten bis zu vier Mal im Jahr“, weiß der Vogel-Kenner Schubert.

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