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Mit dem Handy über das Spenger Werburg-Areal – auf den Spuren der alten Befestigungsanlage

Digitale Rallye durch Raum und Zeit

Spenge (WB)

Ist die Werburg wirklich eine Burg? Auf den ersten Blick sieht der Besucher nur vier historische Gebäude und ein Gewässer. Dass dies sehr wohl die Überreste einer Burganlage sind, können die Gäste künftig bei einer digitalen Rallye herausfinden.

Ruth Matthes

Museumspädagoge Marcus Coesfeld hat eine Art digitaler Schnitzeljagd auf dem Außengelände der Werburg gestaltet. Der Zugang erfolgt über eine App. Foto: Ruth Matthes

Museumspädagoge Marcus Coesfeld suchte eine Möglichkeit, der Öffentlichkeit das Museumsareal auch im Lockdown zu präsentieren, und kam auf die Idee, die Besucher auf eine digitale Erkundungstour über das Außengelände zu schicken. „So können wir das Interesse an der historischen Anlage wecken und gleich auf unsere Ausstellung aufmerksam machen, die hoffentlich bald wieder gezeigt werden kann“, sagt Dr. Werner Best, Vorsitzender des Werburg-Vereins. Er hat Marcus Coesfeld bei der inhaltlichen Gestaltung der digitalen Tour unterstützt, die dem Prinzip einer Schnitzeljagd oder eines Geocachings folgt.

Wer sie ausprobieren möchte, sollte sich möglichst schon zu Hause die kostenlos zugängliche App Actionbound aufs Handy oder Tablet herunterladen. Denn noch gibt es auf dem Gelände kein öffentliches WLAN-Netz. „Es ist aber in Arbeit“, versichert Coesfeld. Danach scannt man einfach den QR-Code an einem Fenster des Herrenhauses ein und gelangt zu einem Quiz, das den Nutzern auf spielerische Weise die Historie der Burg nahebringt.

Nutzer müssen zum Beispiel schätzen, wie alt das Herrenhaus ist, was vor dem Haus bei Ausgrabungen gefunden wurde, wo der Verteidigungsturm stand oder wie lang die Brücke über den Burggraben einst war. Dabei begegnet der Spieler historischen Plänen und einigen Ausstellungsstücken, die er nach der Wiedereröffnung im Museum ansehen kann. Für richtig geratene Stationen gibt es 100 Punkte, und die rasseln klirrend in ein Sparschwein.

„Die digitale Entdeckungstour durch Raum und Zeit ist für Familien konzipiert. Sie kann aber auch allein oder von anderen Teams unternommen werden“, sagt Coesfeld. Und auch wenn das Museum wieder geöffnet hat, sei die App in der Woche eine gute Idee, die Freizeit zu gestalten. Dieser digitale Rallye sollen weitere digitale Touren folgen. „Ich arbeite bereits an einer Rallye durch die Dauerausstellung als eine Art Audio-Guide“, verspricht Coesfeld.

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