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Pflanzen blühen fast gesamtes Jahr – Stadt lässt Experten freie Hand bei Gestaltung

Ehrenamtler verschönern Spenges Kreisel

Spenge (WB). Sie blühen fast das gesamte Jahr und sind ein schöner Willkommensgruß an die Autofahrer in Spenge: die beiden Kreisel an der Langen Straße. Beide werden ehrenamtlich bepflanzt und gepflegt.

Kathrin Weege

Vor allem Pflanzen, die der Trockenheit trotzen, haben Hilke Nissen (links) und Anke Meyer-Heise am Kreisel an der Langen Straße/Mühlenburger Straße ehrenamtlich gepflanzt. »Eine tolle Sache«, finden Bernd Pellmann (Stadt Spenge) und Bürgermeister Bernd Dumcke. Foto: Kathrin Weege

Den Kreisverkehr an der Langen Straße/Bünder Straße hat Kristian Lohmeier gestaltet. Und zwar ganz nach seinen eigenen Vorstellungen. Viel frisches Grün, aber auch jede Menge farbenfrohe Pflanzen schmücken den Kreisel, über den ein kleiner Weg aus Schotter führt. »So kann man einfacher gießen«, sagt Lohmeier, der als Gärtner (Baumschule) selbstständig ist. Das XXL-Beet braucht einiges an Pflege.

»Da kommen schon drei Stunden in der Woche zusammen. Es macht mir aber Spaß, etwas für meine Stadt zu tun. Ich pflege den Kreisel wie meinen eigenen Garten«, sagt er. Die Pflanzen bräuchten sehr viel Wasser. Gerade in der jetzigen Trockenperiode ist er regelmäßig mit einem Fahrzeug mit 1000-Liter-Tank am Kreisverkehr und wässert tüchtig.

»Wir durften uns gestalterisch austoben«

Auch der Kreisel an der Langen Straße Ecke Mühlenburger Straße blüht in diesen Tagen herrlich. Er wird von Hilke Nissen (Garten- und Landschaftsbau) sowie Anke Meyer-Heise (Gartenplanerin) betreut. Sie kümmern sich ebenfalls ehrenamtlich, seien aber »vom Fach«.

Die beiden Frauen haben bei der Bepflanzung Wert darauf gelegt, dass die Blumen nicht zu empfindlich auf Trockenheit reagieren. »Wir durften uns gestalterisch austoben«, sagt Nissen. Weiße und rote Pflanzen wechseln sich ab, werden durch grünen Liguster getrennt, bronze-farbene Gräser säumen den Kreisel.

Das Pflanzen dauert mehrere Tage

»Ganz leicht lassen wie hier das Stadtwappen in der Gestaltung anklingen«, so Meyer-Heise weiter. Der Kreisel ist bepflanzt mit Storchenschnabel, Sonnenhut, Perlkörbchen, weißer Aster, Fetthenne und Prachtkerze. »Er wird von Februar – dann geht es mit den Krokussen los – bis Oktober blühen«, versprechen die beiden Frauen, die monatlich etwa eine halbe Stunde Arbeit investieren müssen. »Das Pflanzen hat allerdings mehrere Tage gedauert«, sagt Meyer-Heise.

Und diese Blütenpracht bekommen so einige Autofahrer zu sehen. Etwa 11.000 Autos sind täglich an dem Kreisel unterwegs, weiß Bürgermeister Bernd Dumcke. »Mit unseren Bordmitteln hätten wir die Kreisel nicht so toll ausstatten können. Wir hätten eher ›anspruchslosere‹ – also pflegeleichtere – Bepflanzung gewählt«, sagt Bürgermeister Bernd Dumcke und dankt den Ehrenamtlichen für ihre Arbeit.

Hilfe beim Bewässern

Bernd Pellmann (Stadt Spenge) bot Hilfe beim Bewässern an, wenn es erforderlich sei. Der Bauhof und in besonderen Trockenphasen auch die Feuerwehr ständen dann zur Verfügung.

Geplant ist, dass die ehrenamtlichen Gestalter ein Hinweisschild in den Kreiseln erhalten, damit jeder weiß, wer für die Gestaltung zuständig ist.

Zuvor hatte sich mehr als zehn Jahre Jeanette Griese um die Spenger Kreisel gekümmert, erinnerte Bernd Dumcke und sprach dafür seinen Dank aus.

Ein schönes Entrée zur Langen Straße in Spenge bildet der Kreisel Ecke Bünder Straße. Er wurde von Kristian Lohmeier ehrenamtlich bepflanzt. Die Blumen brauchen viel Wasser – auch das Bewässern übernimmt der Spenger. Ein spezielles Fahrzeug mit 1000-Liter-Tank kommt zum Einsatz. Foto: Weege
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