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Langjähriger CDU-Ratsherr in Spenge und Leiter des Namu Bielefeld: Dr. Martin Büchner gestorben

Ein Freund von Kultur und Natur

Spenge

Die CDU Spenge trauert um ihr ehemaliges Mitglied Dr. Martin Büchner. Der 89-Jährige verstarb kurz vor seinem 90. Geburtstag. Der Mitbegründer des Werburg-Vereins gehörte dem Rat der Stadt Spenge von 1989 bis 2009 an. Neben seiner Ratstätigkeit war er als Schiedsmann tätig und half dem Stadtarchiv bei der Aufarbeitung alter Dokumente.

Martin Büchner, hier mit einem Fossilienschädel an seiner langjährigen Wirkungsstätte, dem Namu Bielefeld, ist gestorben. Foto: Bernhard Pierel

Büchner wurde am 14. Januar 1932 in Meiningen (Thüringen) geboren und flüchtete zu Zeiten der DDR in den Westen. „Ich erinnere mich noch gut an eine Veranstaltung, in der Martin von seiner Flucht und seinen Erlebnissen erzählte“, schreibt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Michael Schönbeck in seinem Nachruf. „Gerade für uns Jüngere, die das selbst nicht wirklich miterlebt hatten, waren seine Schilderungen sehr eindrücklich.“

Büchners Engagement ging weit über das Kommunale hinaus: So war er neben seiner beruflichen Tätigkeit als Leiter des Naturkunde-Museums (Namu) Bielefeld in der Zeit von 1964 bis 1997 auch im Naturwissenschaftlichen Verein für Bielefeld und Umgegend aktiv.

Das dortige Engagement hielt er auch über seinen Beruf hinaus aufrecht und intensivierte es als Vorsitzender sogar weiter. Büchner gehörte im Jahr 1999 auch zu den Gründungsmitgliedern des Werburg-Vereins. Nicht zuletzt für dieses Engagement wurde er im Jahr 2010 mit dem Kulturpreis der Stadt Spenge geehrt.

„Der außerordentliche Einsatz von Dr. Martin Büchner wurde im Jahr 2013 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande entsprechend gewürdigt“, blickt Schönbeck zurück. In der Feierstunde unterstrich der damalige Landrat Christian Manz, dass Büchners Einsatz immer auch davon geprägt gewesen sei, sein Wissen an andere weiterzugeben.

„Zuletzt fand der Austausch, nicht nur wegen Corona, leider nur noch digital statt. Martin war jedoch begeistert von den digitalen Möglichkeiten und nutzte sie ausgiebig“, so Schönbeck. „Ende November noch resümierte er über sein Leben, unsere Gesellschaft und unsere Partei. Bei allen Sorgen, Martin blickte zufrieden auf sein Leben.“

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