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Restauriertes Hühnerhaus an Stadt Spenge übergeben – IG Katzenholz freut sich über saniertes Vereins-Domizil

Ein Ort für Kultur und Natur

Spenge (WB)

Etwa ein Jahr ist es her, dass die umfangreichen Arbeiten an dem denkmalgeschützten Hühnerhaus im Spenger Katzenholz begonnen wurden. Am Donnerstag hat Bürgermeister Bernd Dumcke nun von Architekt Stefan Bäunker den Schlüssel für das frisch sanierte Fachwerkgebäude in Empfang genommen. Die künftigen Nutzer von der IG Katzenholz freuten sich, nun offiziell, ihr neues Domizil beziehen zu können.

Ruth Matthes

Architekt Stefan Bäunker (vorne rechts) übergibt den Schlüssel des sanierten Hühnerhauses an Bürgermeister Bernd Dumcke. Im Hintergrund freuen sich (von links) Andreas und Angelika Guder sowie Maria und Hans Janzen von der IG Katzenholz über das schmucke Domizil ihres Vereins. Foto: Ruth Matthes

Dumcke äußerte sich „angenehm überrascht, wie schön das marode Fachwerkhaus aus dem Jahre 1847 wieder geworden ist“ und bedankte sich bei NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, aus deren Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung die Fördermittel gekommen waren. Der Landes-Zuschuss aus dem Topf Heimatzeugnis von 360.000 Euro habe es erst möglich gemacht, die Restaurierung zu stemmen. Damit waren 80 Prozent der Kosten gedeckt. Den Rest hat die Stadt übernommen. Wie Bäunker erklärte, habe er das Budget auch einhalten können.

Der Architekt blickte zufrieden auf die Zusammenarbeit mit den Firmen zurück, die das Haus zunächst entkernt und quasi in den Rohbauzustand zurückversetzt hätten, um es dann denkmalgerecht wieder aufzubauen. Dabei wurden die morschen Balken ausgewechselt und durch neue Eichenbalken ersetzt, die geleerten Gefache mit Lehmsteinen und -mörtel wieder zugemauert.

Um auch die maroden Schwellen auszutauschen, mussten zeitweilig Stahlträger die Statik sichern. Der Ausbau sei mit natürlichen, historischen Baustoffen erfolgt. Die Wände wurden mit Holzweichfaserplatten gedämmt, die Innenwände mit Lehmputz versehen. Das gläserne Deelentor bringt viel Licht in das vormals recht düstere Gebäude.

Damit das Hühnerhaus künftig auch in der kalten Jahreszeit genutzt werden kann, ist es mit einer Wand- und einer Fußbodenheizung versehen worden. Die historischen Fenster wurden erhalten, aber mit zusätzlichen Innenfenstern versehen. Der Sanitärbereich ist behindertengerecht erweitert worden.

Im Anbau ist eine Teeküche eingerichtet worden. „Dafür haben wir als Verein 3000 Euro von der Sparkassenstiftung und 3370 Euro aus zwei Fördertöpfen der Westfalen Weser Energie erhalten“, erklärte Andreas Guder, Vorsitzender der IG Katzenholz. Ein Drittel der Kosten wurde aus der Vereinskasse getragen. Bei der Beleuchtung gab es Unterstützung von der Firma Opel Oldenbürger.

„Das sanierte Waldhüterhaus soll als generationenübergreifende Begegnungsstätte genutzt werden“, sagt Guder, der auch auf die ersten Renovierungsvorschläge des Vereins zurückblickte. Dumcke wertete das sanierte Gebäude als einen großen Gewinn für die Stadt.

Die IG Katzenholz, die das Haus gemeinsam mit dem Hegering nutzen wird, plant hier Vorträge, Seminare und Ausstellungen zu Natur-Themen. „Außerdem eignen sich die Räume gut für Lesungen, kleine Konzerte und weitere Kulturveranstaltungen“, ist Guder sicher. Er ist froh, dass der 140 Mitglieder zählende Verein künftig auch im Winter aktiv sein kann. Das 60-jährige Bestehen hofft die IG im Spätsommer feiern zu können.

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